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Angela Merkel in Wuppertal
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Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen
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"Bankrun 2010" Kollektives Geldabheben als zu hinterfragende Demonstration der Macht des Volkes
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Berliner Stretch
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Deutsche Bank brauchte "Stütze" von der FED - 290 Milliarden US-Dollar
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Jahresfeier 2011 HUMANE WIRTSCHAFT

Auch in diesem Jahr lädt die HUMANE WIRTSCHAFT ihre Leserinnen und Leser zur Jahresfeier nach Wuppertal ein.
Von 4. bis 6. November 2011 wird die Wirtschaft “Vom Kopf auf die Füße gestellt”

Wie immer haben wir ein Programm zusammengestellt, welches das aktuelle Tagesgeschehen einbezieht und aufzeigt: Es gibt sehr wohl Alternativen in Zeiten der Verschuldungs- und Eurokrise.

Link zum vollständigen Programm als PDF

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Unter dem Motto „Vom Kopf auf die Füße – Wirtschaft muss dem Menschen dienen“ treffen sich viele Leserinnen und Leser, Autorinnen und Autoren und sämtliche “Macher” der Zeitschrift in Wuppertal. Wie immer wird wertvolles Wissen vermittelt, Ideen und Projekte vorgestellt, die zum Mitmachen und aktiven Beteiligen einladen. Die geselligen Runden und die vielen menschlichen Begegnungen haben die Feier zu einem Höhepunkt in jedem Jahr werden lassen.

Dieses Jahr lohnt es sich ganz besonders, denn es werden unter anderem auch alle Projekte des nächsten Jahres vorgestellt und das sind enorm viele und vor allem große Projekte. Viele der Veranstalter werden da sein und darüber berichten.

Seien Sie dabei und melden sich gleich an.
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Erste Konservative schütten das Kind mit dem Bade aus

Anders lassen sich die lauter werdenden Äußerungen von als konservativ bekannten Medien und Politikern kaum interpretieren.
Die Ereignisse in England haben eine schockierende Brutalität und kommen hierzulande offenbar so manchem schon viel zu nahe. Griechenland wähnte man da weiter weg und deren Probleme sah man als eher hausgemacht an. Doch mit dem spürbarer werdenden Gefühl von Gewalt auf der Straße, wächst die Unruhe, ob denn die jahrelang verfolgte Politik, die dem Neoliberalismus den Weg gebahnt hat, eigentlich richtig war.
Wenn der Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher, unter der Überschrift “Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat” zu Wort meldet, dann darf man das schon als kleine Sensation werten. Als linkes Kampfblatt hat sich die FAZ bisher keinen Namen gemacht. Schirrmacher nimmt in seinem Beitrag den ursprünglich von dem englischen Konservativen Charles Moore zugespielten Ball auf, den dieser in direkter Reaktion auf die englischen Unruhen lostrat.
Schirrmacher erwähnt auch die Rede des ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten Erwin Teufel, der wohl als erster deutscher Politiker in dieses Horn stieß.

Doch, was machen all diese bisher konservativen Denker und Politiker in dieser vertrackten Situation?
Sie werfen sich in das Lager derer, die sie bisher verbissen bekämpft haben, offenbar weil sie sie als einzige verfügbare Alternative sehen. Doch was haben die Linken als Lösung anzubieten, das in dieser Phase der Krisensituation als neu bezeichnet werden könnte?
Eine Finanzmarkt-Regulierungswut mit Einzelmaßnahmen, von denen niemand weiß, was sie am Ende bewirken werden! Nicht zu vergessen, das “erfolgreiche” Rezept der Forderung nach höheren Löhnen für die Beschäftigten und höheren Steuern von den Reichen. Nirgendwo bei den Linken ist ein Konzept für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik zu entdecken, das diesen Schritt erster konservativer Kräfte auch nur im Ansatz rechtfertigen würde. Die bisher proklamierte Alternativlosigkeit liberal-konservativer Politik beginnt sich auf die andere Seite zu bewegen, hin zu jenen, die auch Alternativlosigkeit können, nur eben von links.

Statt jetzt alles in Bausch und Bogen über Bord zu werfen, bedarf es doch erst einmal einer genauen Analyse der eigentlichen Ursachen des Desasters. Warum trauen sich die Verfechter der Marktwirtschaft da nicht dran?
Es ist ihre letzte Rettung und gleichzeitig die von Millionen Steuerzahlern und den vom System Ausgegrenzten. Das Geldsystem hat einen kapitalen Fehler und muss erneuert werden, um die Marktwirtschaft zu retten.

Der hilflos, ängstliche Schwenk nach links würde wahrlich bedeuten, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Zumindest so lange, wie die Linken kein schlüssiges Konzept für die Marktwirtschaft der Zukunft vorlegen. Einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus.

Medien werden mutiger – Insolvenz für Banken und Staaten

Zitat aus dem Handelsblatt:

“Keinen Satz hört man in Berlin derzeit so häufig wie diesen: “Wir dürfen uns in der Euro-Krise nicht länger von den Märkten treiben lassen.” Was Entschlossenheit zeigen soll, ist doch nur ein trauriger Witz. Denn die Politik stolpert weiter hinter den Märkten her, sieht zu, wie ein Euro-Land nach dem anderen brandgerodet wird. Noch nie seit Ausbruch der Krise waren wir dem Desaster, dem Zerfall der Währungsunion, so nahe wie jetzt: Weil nicht mehr klar ist, ob die finanziellen Mittel und der politische Wille ausreichen, um auch große Staaten wie Spanien und Italien zu stützen.”

via Blickpunkt Berlin: Die Banken machen Europa zur verbrannten Erde – Handelsblatt.com.

Unsere Meinung:

Die “Bürgschaften” von Steuerzahlern für marode Banken und Staaten gehen weltweit mittlerweile in die Billionen. Nach und nach werden die zahlungsunfähigen Schuldner durch wehrlose Bürger ersetzt, die nichts als Nachteile von derlei politischen Entscheidungen haben. Waren die Medien bisher – zum großen Teil sind sie es immer noch – willfährige Claqueure dieser Art sinnloser Hinauszögerungspolitik, gibt es eine leichte Bewegung in neue Denkweisen zu vermelden. Mögen sie zunehmen und möglichst viele Menschen erkennen lassen, dass es höchste Zeit ist ein wesentliches und elementares Werkzeug des Kapitalismus an ihm selbst anzuwenden: die Insolvenz. Wir brauchen jetzt einen Schnitt.

Im Rahmen von geregelten Insolvenzen bieten sich noch Chancen für politisches Handeln und Gestalten. Im Chaos eines Zusammenbruchs ist es damit vorbei.

Geschunkelter Unmut

Die Grenzen der närrischen Meinungsfreiheit scheinen unerschöpflich. Da gibt es die nackte Kanzlerin oder den mit der Mafia kopulierenden Berlusconi. Die Besucher der Umzüge rufen fröhlich in die Mikrofone der Reporter, wie klasse es sei, dass man hier die nackte Wahrheit über die Politik präsentieren dürfe. “Die Politiker müssen einfach die Wahrheit aushalten können, sich gefälligst am Riemen reißen und es demnächst besser machen”, so der Tenor vieler Aussagen am Rande der Straßen in den närrischen Hochburgen.
1 Million Menschen säumen in Köln und nahezu die gleiche Zahl in Düsseldorf die Straßen in eisiger Winterkälte. Auf der Suche nach Spaß und Abwechslung gelten äußere Umstände nicht als Hinderungsgrund. Wie sehr würde man sich das wünschen, wenn es um die “echten” politischen Anliegen ginge, die ja eigentlich schon in den Mottowagen der Narren genannt werden. Würden die Menschen den Wagen auch folgen, wenn der Weg auf die Regierungsgebäude zuginge und echte Forderungen zum Ausdruck gebracht werden würden?
Die Karnevalsumzüge transportieren in ihren realen Veranschaulichungen der politischen Fehler das Alibi für die Untätigkeit der Zuschauer -im Hinblick auf das eigene Engagement – gleich mit. Wir überbringen die Meinung des Volkes im närrischen Kostüm unseren Herrschern. Diese Herrscher können sich eigentlich nichts sehnlicher wünschen, als eine große Zahl derlei närrischer Umzüge. Das Volk findet sein Ventil für den aufgestauten Unmut und bleibt dennoch fröhlich und ruhig. Außerhalb der närrischen Zeiten schlüpfen verstärkt die politischen Kabarettisten in die Rolle der Organisatoren des zu ventilierenden Bürgerunmutes. Man ist zuweilen verzückt und gleichermaßen verwirrt über die Klarheit, mit der manche höchst intelligente Könner der Zunft des politischen Kabaretts die Fakten treffend analysieren und kommentieren. Selbst wenn das Gehörte einem vor Schrecken über dessen Wahrheitsgehalt den Mund offen stehen lässt, empfindet man beim Zuhören und Zusehen ein wohliges Gefühl geschützter Unterhaltung. Es ist wie die Schärfe der Chilischote, die auf das Süße der Schokolade trifft. Ein befriedigendes und zugleich sinnliches Erlebnis. Mit vorhersehbaren Nebenwirkungen. Sorgenfrei.
Da sitzt ein ansehnlicher junger Mann im piekfeinen Anzug mit gepflegtem langem Haar zum Zopf gebunden am hochglanzpolierten schwarzen Flügel wie Antonio Banderas auf dem nackten Rücken eines Pferdes und spricht ruhig, mit gelassen ausgesprochenen Worten, seine zutiefst empfundene Abneigung über das Handeln politischer Entscheider – aber auch über die dekadenten Konsumenten dieser Politik – aus, als schmisse er gelangweilt schmutzige Wäsche in einen Korb. Und die Zuschauer empfinden mit ihm, fühlen sich bestätigt und danken ihm mit einem donnernden Applaus dafür, dass er ihre Rolle einnimmt und “denen da oben” in ihrem Namen einmal so richtig die Meinung klaviert.
Oder jene rheinländische Frohnatur, die wie kein anderer, bedrohliche Sachverhalte auf gedankliche Spitzen, und den Zuschauern die Tränen vor Lachen in die Augen treibt. Man wünscht sich solche Leute in den Bundestag und würde sie für ihre glänzend vorgetragene Analyse in der Hoffnung wählen, dass sie es besser als die tatsächlich Verantwortlichen machen würden. Doch sie stehen nicht zur Wahl. Vielmehr sind sie auserwählt. Auserwählt uns die Fehler der Politik so darzureichen, dass wir zwar die “Mahlzeit” deshalb nicht schmackhafter finden, wir aber erkennen, dass wir auf der Suche nach Nahrung zwar schelten, aber nicht wählerisch sein können. Es ist fatal. Der Karneval und die Kabarettisten sagen die unverblümte Wahrheit. Und in dem sie das tun und diese Wahrheit zur Unterhaltung machen, tragen sie mehr dazu bei, dass Veränderungen verhindert werden, als dass diese zur Realität werden.
Die Narretei ist das Wasser, das den Zement der Politik zu jenem Beton macht, der dann die Füße der Bürger umschließt. Und wann immer der “Pate Staat” den Zeitpunkt für richtig hält, weil er nicht mehr anders kann, wird er uns im Meer des wirtschaftlichen Chaos versenken.
Morgen kommt die “närrische” Retourkutsche der Politiker. In den Aschermittwochshochburgen schüttet man dem politischen Gegner bild- und wortreich so richtig eins ein. Aber auch das ist nicht mehr, als Unterhaltung der Massen.
Ändern wird sich erst dann etwas, wenn die Massen sich bewegen wie am Rosenmontag und die gleichen Forderungen stellen wie am Rosenmontag, es aber ernst meinen und erst nach Hause gehen, wenn sich etwas ändert. Die politische Kultur der Zukunft braucht den verantwortlichen Bürger. Sie braucht Partizipation und den Willen zur Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes.
Wenn es eines bestimmten Tages dazu braucht, eines Tages an dem das alles beginnen soll, dann böte sich der Donnerstag an. Der Donnerstag nach Aschermittwoch.

Außerordentliche Nachwuchsforscher

Kimberley Ellis und Raphael Mutter erstellen in Tahiti eine Machbarkeiststudie zu Umweltfragen, die in dem Roman "Das Tahiti-Projekt" aufgeworfen wurden.

Kimberley schreibt ihre Erlebnisse auf beeindruckende Art und Weise (in Englisch)

im Weblog "Tahiti-Virus".

Das ist auch der gleichnamige Titel des Nachfolge-Romans von Dirk C. Fleck, dem diesjährigen Preisträger des Deutschen Science-Fiction-Preises.

Auch Dirk C. Fleck schreibt in das Weblog. Dabei ist unter anderem

eine Rede entstanden, die man sich so von Politikern unserer Zeit wünschen würde.

Regionalwährung für Wales?

Der Waliser Drehbuchautor und in London lebende Filmproduzent von der BBC Martin Davies empfiehlt den Wallisern eine Regionalwährung nach dem Vorbild Silvio Gesells.

In einem Beitrag für "Wales Online" erklärt er die Vorzüge einer Währung mit Gebühr zur Umlaufsicherung und Verhinderung von leistungslosen Einkommen durch Geldbesitz.

Vorbilder für gelungene Regionalwährungen gibt es in der Geschichte, aber auch ganz aktuell zum Beispiel im Chiemgau.

Bildung in Freiheit

Eine unterstützenswerte Aktion in Zeiten, in denen die Bildung in politischen Sonntagsreden so hoch gehängt wird.

Bildung in Freiheit mit Berliner Erklärung

Ursachen der Wirtschafts- und Finanzmartktkrise

"In Südasien bindet man kleine Elefanten an ein Baum, wo sie dann um ihre Freiheit kämpfen, bis sie resignieren und den Kampf um ihre Freiheit aufgeben. Anschließend genügt sogar bei einem erwachsenen Elefanten ein kleines Seil, damit er sich nicht getraut, sich vom Baum loszureißen. Es wäre ein Klacks für den Elefanten sich zu befreien, aber er traut sich nicht mehr" *

 

Die Finanzmarktkrise offenbart bei den Menschen ein ähnliches Phänomen. Die Gefangennahme durch das herrschende Geldsystem hat offenbar dazu geführt, dass wir uns nicht mehr trauen, uns davon zu befreien.

Da sitzen die gleichen Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft Tagein, Tagaus in den Sesseln der unzähligen Talkrunden. Es sind die gleichen Menschen, die noch vor der Krise, Stein und Bein geschworen hätten, dass etwas mit den jetzigen Ausmaßen nie würde geschehen können. Sie sind in nahezu allen "Massen"medien präsent und man fragt sich, ob die Journalisten und Redakteure, die das zu verantworten haben denn nicht auf die Idee kommen: "Lass uns nach echten Alternativen Ausschau halten" Sie scheinen sich, wie die meisten ihrer Mitmenschen, in der Alternativlosigkeit eingerichtet zu haben und wollen schon gar nicht mehr wahrnehmen, dass es noch etwas anderes gibt. Sie entwickeln eine völlige paradoxe Haltung gegenüber den Vertretern von Alternativen, indem sie ihnen Misstrauen entgegen bringen. Im Gefängnis ihrer Ansichten sind sie skeptisch, ob die versprochene Freiheit der Alternativen eine Verbesserung für sie sein könnte. Sie trauen sich nicht mehr es auszuprobieren und verharren am dünnen Seil in ihrem Schicksal.

Dem kann man nur die Möglichkeit des Erkenntnisgewinns entgegensetzen und auf Bewegung in den Köpfen der Menschen hoffen.

Der Mathematikprofessor Jürgen Kremer vom Rheinahrcampus hat sich befreit und ist den Ursachen unserer jetzigen Krise auf den Grund gegangen. Er wurde selbst von seinen Entdeckungen überrascht. In HUMANE WIRTSCHAFT Heft 1-2009 (PDF-Datei) veröffentlichte er in einem Aufsatz seine wichtigsten Erkenntnisse und sie sind für das Verständnis der Wirtschafts- und Finanzkrise von elementarer Bedeutung. 

Jürgen Kremer ist noch weiter gegangen und hat auf seinem Spezialgebiet, der Modellierung und Simulation, ein Java-Applet programmiert, das er auf seiner Webseite bereit stellt. Das Applet heißt "Dynamic Analysis" und wird auf der Webseite so eingeleitet:

"Mit diesem Applet lässt sich die Entwicklung einer modellierten Volkswirtschaft über einen Zeitraum von 50 Jahren simulieren und analysieren. Es zeigt sich, dass die untersuchten Ökonomien mit realistischen Anfangsdaten und unter Standardannahmen langfristig instabil werden, wobei sich der Zinssatz am Kapitalmarkt als der wesentliche verursachende Faktor herausstellt."

 

Es ist erstaunlich, welche Zusammenhänge einem beim Experimentieren mit dieser Software im Hinblick auf die langfristige Wirkung von Zins und Zinseszins klar werden.

*Dies ist ein Zitat aus dem Buch von Ludwig Gartz "Fließendes Geld"