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Die wirre "Welt" der Zinsen

Die wachsende Brisanz der Lage macht die Zinsentwicklung in Euroland deutlich. Zwar sind die Sätze in Deutschland eben erst auf ein historisches Tief gefallen. Nicht jedoch in den Randländern der Währungsunion. Dort sind die Zinsen zuletzt wieder bedenklich nach oben geschnellt. Die EZB sah sich genötigt, den zwischenzeitlich ausgesetzten Ankauf von Staatsanleihen wieder aufzunehmen.

Man folge in diesem Beitrag einmal dem Link “Zinsen” auf die Seiten der WELT.
“US-Banken verlangen bis zu 24% Zinsen” , “Niedrige Zinsen machen den Hausbau attraktiv”, “Unter Investoren steigt die Angst vor Deflation”, “EZB verursacht Inflation in Deutschland”… sind nur einige Beispiel von Überschriften, die man dort findet.

In diesem “Gemischtwarenladen” an Zinsgeschichten ist doch garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

Nur nicht für Menschen, die sich Klarheit über Hintergründe des Systems wünschen würden.

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Rostock – Geheimnis der Hanse

Der schlimmste Virus beim Geld bleibt weiter unentdeckt

Bakterien lieben Geldscheine aus armen Ländern

Ein Forscher hat geprüft, wie sauber Geldscheine sind. Ergebnis: Die reichsten Länder haben die saubersten Scheine.

Interessante Meldung in der WELT. Beweist aber auch, wie oberflächlich die Medien zum Thema Geld berichten. Die “Lebewesen” auf den Geldscheinen sind mittlerweile mikrobiologisch leicht zu identifizieren.
Viel interessanter wären aber Betrachtungen zum Geld, die sich damit beschäftigen, welche negativen Folgen das Geld, bzw. das Geldsystem im Menschen und in der Gesellschaft zeitigen. Der tödliche Virus des Kapitalismus bleibt weiter ein nur wenig beachtetes Forschungsfeld.
Hauptsache wir wissen jetzt, dass wir lieber keine Scheine aus Burkina Faso in die Hand nehmen sollten.

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Die falschen Lehren der Finanzgeschichte – Project Syndicate

Zweitens dachten wir, dass es sich bei zur Panik neigenden Einlegern immer um Kleinanleger – Haushalte und kleine Firmen – handele, nicht um Konzerne oder professionelle Investoren. Inzwischen wissen wir, dass das nicht stimmt, doch gab es nie ernstzunehmende Gründe für diese Annahme.

Alleine diese Annahme deutet darauf hin, dass das “In-den-Abgrund-Blicken” (O-Ton Peer Steinbrück) unserer Politiker sich ausschließlich auf die Mächtigen der Finanzwelt konzentrierte. Sie waren es, die mit Abzug riesiger Summen drohten, falls die Politik nicht mit Schutzschirmen eingreift. Dem Wahlvolk wurde dann das Märchen von den Kleinanlegern erzählt, deren Schutz zu gewährleisten immer schon das kleinere Problem darstellte.
Die gewaltigen Summen Steuergelder sind, wie zu vermuten war, in den Kassen derer gelandet, die reich und mächtig sind.

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Die falschen Lehren der Finanzgeschichte – Project Syndicate

Warum sind wir alle so auf die Idee hereingefallen, dass wir kollektiv reicher werden könnten, indem wir einander überteuerte Aktien und Häuser verkauften? Wir benahmen uns kollektiv irrational, aber das ist keine Erklärung. Wir müssen herausfinden, warum uns bestimmte Formen kollektiver Irrationalität stärker packen als andere.

Ein faszinierender Hinweis kommt aus neurowissenschaftlichen Forschungsarbeiten, die erklären, warum es unmöglich ist, sich selbst zu kitzeln. Kitzelgefühle scheinen durch unerwartete Sinnesempfindungen auf bestimmten Stellen der Haut verursacht zu werden. Weil das Gehirn einer Person, die versucht, sich selbst zu kitzeln, diese von ihren Fingern verursachten Empfindungen antizipiert – ein sich innerhalb des Kleinhirns abspielender Prozess –, kitzelt die Empfindung nicht mehr.

Man kann sich jedoch erfolgreich selbst durch einen Mittler zu kitzeln – z.B. eine Maschine, die die Bewegungen ihrer Finger durch eine Methode, die ausreichend indirekt ist, dass sie das Kleinhirn nicht antizipieren kann, in Empfindungen auf der Haut übersetzt. Zwar weiß der bewusste Teil Ihres Gehirns, dass das Kitzelgefühl von Ihnen selbst verursacht wird und nicht „wirklich“ unerwartet ist, doch das Kleinhirn erkennt dies nicht, und das Kitzeln funktioniert.

Sich selbst zu kitzeln, ist genauso aussichtslos, wie sich reicher zu machen, indem man sich selbst einen Scheck ausstellt – oder sich das eigene Haus für das Doppelte des aktuellen Marktwertes verkauft. Es ist nicht viel besser, wenn Sie selbst und einer Ihrer Freunde einander Schecks ausstellen oder sich Ihre Häuser verkaufen.

Ein paar Jahre lang haben wir es geschafft, den Teil unseres Gehirns, der uns sagte, dass wir uns nicht reicher kitzeln können, zu umgehen. Vielleicht wusste der Normalbürger immer, dass er, wenn er ihr Haus mit großem Gewinn verkaufte, auf jemand anderes Kosten profitierte – und nur die Ökonomen, die die Lehren aus früheren Krisen studierten, fielen auf die Vorstellung herein, dass bei dem Ganzen niemand schlecht wegkommen würde.

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Auf üble Weise manipulativ – misik.at

Würde uns ein solcher Krieg der Bilder irgendwie klüger machen? Ganz gewiss nicht. Die Fragen, die gestellt werden müssen, sind letztendlich andere: Haben die westliche Intervention und die Besatzung die Lage der normalen Bevölkerung und insbesondere der Frauen – alles in allem gesehen – verbessert? Eher nicht. War der „Menschenrechtsbellizismus” ein Erfolg? Kaum. War das Scheitern zwangsläufig? Darüber kann man streiten, aber es wurde durch massive Fehler – die sträfliche Vernachlässigung des Wiederaufbaus und der Schaffung funktionierender Institutionen – in jedem Fall begünstigt. Sollen die westlichen Truppen deshalb abziehen? Irgendwann wird das geschehen müssen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Lage bis dahin besser sein wird, ist sehr gering.

via www.misik.at%29&utm_content=Google+Reader”>misik.at

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Deutschland soll sich deglobalisieren | Wirtschaft | Deutsche Welle | 06.08.2010

Zeitalter der Entrümpelung

Niko Paech stellt sich ein Zeitalter der Entrümpelung vor: “Bislang war es immer so, dass Menschen im modernen Zeitalter ihren Freiheitsbegriff festgemacht haben an folgenden Fragen: Was kann ich mir noch alles erlauben, was kann ich noch alles kaufen?” Ein Zeitalter der Entrümpelung entspräche einer Umkehrung dieser Entwicklung, “indem man sagt,  von welchem Ballast kann ich mich befreien, der mich nur Zeit, Geld, Raum, Aufmerksamkeit und zugleich eben auch ökologische Ressourcen kostet.”

Politiker tun alles, um für ein höheres Wachstum zu sorgen. Doch immer mehr Ökonomen glauben, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Sie setzen auf eine nachhaltige Entwicklung, die Umwelt und Ressourcen schont.

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Fußball wird wieder zum Mannschaftssport

Ein echter Fan des Fußballs liebt diesen Sport, weil die mannschaftliche Gesamtleistung es ausmacht, ob es ein schönes und gutes Fußballspiel ist, ein mittelmäßiges oder ein Grottenkick. Letztere haben wir bei dieser Weltmeisterschaft zuhauf gesehen und das obwohl die daran beteiligten Mannschaften mit Weltsuperstars nur so gespickt waren, von denen viele im Vorfeld schon zu Helden der WM stilisiert wurden. Doch all diese begnadeten Fußballer konnten in Südafrika nichts werden, weil sie in keiner intakten Mannschaft spielten.
Egal wie die Weltmeisterschaft für Deutschland weitergeht. Freunden des Fußballs hat die deutsche Mannschaft die Freude an diesem Sport zurück gebracht. Möge den 23 Kickern (inkl. jenen auf der Bank) das Gefühl nicht mehr abhanden kommen, das ihnen gezeigt hat, wie wichtig es ist, in Dimensionen der Zusammengehörigkeit zu denken. Das macht viel mehr Freude, es ist erfolgreicher und ein gutes Beispiel auch auf allen anderen Gebieten des Lebens.

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Blick Log

Die Finanzierung des Mittelstandes im Postkapitalismus

Gastbeitrag von Andreas Bangemann*

Mit diesem Beitrag möchte ich eine Mut machende Positionierung für mittelständische UnternehmerInnen und Unternehmen in einer Marktwirtschaft aufzeigen, die es geschafft hat, sich von den anstößigen Auswirkungen des Kapitalismus zu befreien. Gleichzeitig gebe ich dadurch natürlich auch der Hoffnung Ausdruck, dass wir es schaffen, nicht untätig bis zum unvermeidlichen Zusammenbruch zu warten, sondern mutig die Zukunft gestalten. Bevor ich direkt auf den Mittelstand eingehe, schicke ich einige erklärende Sätze voraus, denn für ein Verständnis des Aufgezeigten ist es sicher nötig, die Situation, in der wir uns befinden einmal von einer anderen Seite zu beleuchten, als man das täglich in den großen Medien präsentiert bekommt. Auch muss ich natürlich in Ansätzen darlegen, wie denn die Marktwirtschaft vom Kapitalismus befreit werden kann.

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Deutsche Bank brauchte "Stütze" von der FED - 290 Milliarden US-Dollar

Was sind Schulden?

Diese Frage ist eigentlich ein wunderbarer Ansatz, um den Dingen auf die Spur zu kommen, die uns ganz aktuell aus der Bahn zu werfen scheinen.
Professor Michael Hudson von der Universität von Missouri ist dieser Frage am 2.12.2012 im Feuilleton der FAZ nachgegangen und liefert einen sehr lesenswerten Beitrag ab.

Er erzählt eine wunderbare, erhellende Geschichte von Schulden.
Dennoch, am Ende bleibt der fade Geschmack, dass Schulden per se etwas Schlechtes sind, die entweder erst gar nicht entstehen oder regelmäßig erlassen werden sollten. Letzteres ist unter Umständen ein, wenn auch nicht neuer, aber dennoch guter Gedanke. Ersteres zweifelhaft, da es auch in kooperativen Gesellschaften in naher Zukunft kaum aus der Welt zu schaffen sein wird, dass Menschen “vorleisten” müssen. Kooperation und das entstehen von Schuldverhältnissen – oder sagen wir besser Kreditverhältnissen, denn das lateinische “credo” kommt der Wahrheit schon sehr nahe – sind Dinge die zusammen gehören. In dem Text von Prof. Hudson kommt nicht zum Ausdruck, dass wir es mit einem Fehler im System zu tun haben, der Schulden letztlich zu unebzahlbaren macht. Wenn Geldvermögen von selbst und Schulden zwangsläufig mitwachsen, dann müssen wir den Gesetzmäßigkeiten auf die Spur kommen, die dieses unendliche Wachstum hervorrufen und nicht das völlig normale Entstehen von Kreditverhältnissen an den Pranger stellen.
In der jetzigen “Spätphase” des Kapitalismus machen Schuldenerlasse zur Abschwächung der entstandenen Ungleichverhältnisse ihren Sinn. Um derlei Verhältnisse danach (nach dem “Neustart”) aber nicht wieder entstehen zu lassen, braucht es ein Geldsystem, das es unmöglich macht, Geld mit Geld zu verdienen.

Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger

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Farinet – Falschmünzer als Volksheld

Die Geschichte des Falschmünzers Farinet ist lehrreich. In manchen Gebieten der Schweiz ist Farinet der wahre Schweizer Volksheld. Warum das so ist?
Hier steht es schön beschrieben (PDF)

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Ungleichgewicht: Das neue Einmaleins

Eine systemische Diagnose dieses Komplexes ist dagegen nicht ganz so einfach. Sie betrachtet nicht nur, was beim Staatshaushalt unterm Strich steht, sondern analysiert auch, wie sich die Salden von Privathaushalten, Unternehmen und Staat zueinander verhalten. Denn in jedem Wirtschaftssystem kann ein Akteur nur so viel Geld schulden, wie der andere spart und dann verleiht: Die Summe aller Überschüsse und Defizite ist Null.

Was kann daraus folgen, wenn es um die Lösung des Problems der Überschuldung geht?
Doch nur, dass wir uns Gedanken um die Reduzierung der Geldvermögen machen müssen. Eine zurückgehende Verschuldung gibt es nur um den Preis zurückgehenden Geldvermögen.
Also muss die nächste Frage lauten: Wie entstehen die Geldvermögen?
Bereits im Oktober 1993 wusste die Deutsche Bundesbank zu berichten, dass der Zuwachs der Geldvermögen zu 4/5 (80%) aus “Selbstalimentation” erfolgt. Auf Deutsch: Der Zinseszinseffekt vermehrt die automatisch immer weiter wachsenden Geldvermögen?
Und wer kann Geldvermögen auf Dauer stehen und immer weiter wachsen lassen? Die Reichsten der Reichen.
Man sich heute, 17 Jahre später, ausmalen, dass die Selbstalimentation weiter fortgeschritten ist und heute ein noch größerer Teil der Geldvermögenszuwächse dadurch zustande kommt. Das deckt sich auch mit den mittlerweile hinlänglich bekannten Entwicklungen von Armut und Reichtum.

Wie hoch müsste der Steuersatz auf Zinsgewinne sein, um die die weitere Entwicklung der Geldvermögen zu stoppen? Alles was unter 100% Steuern läge würde das nicht schaffen.
Sind 100 % Steuern auf “Einkommen” realistisch? Wohl kaum.
Zins und Zinseszins sind die treibenden Kräfte unseres Wirtschaftssystems. In jeder Hinsicht. Wir haben den Zeitpunkt überschritten, bis zu dem die reale Wirtschaft mit der Entwicklung der Geldvermögen Schritt halten konnte.
Jetzt gehen wir jenen Tagen entgegen, an denen immer mehr Schuldner zahlungsunfähig werden, denn die Zinsen der Schulden und damit die Bedienung der Geldvermögen können nur durch Arbeit in der realen Wirtschaft verdient werden.

Wir brauchen ein Geldsystem, in dem es ein zinsbedingtes Wachstum von Geldvermögen nicht mehr gibt. Das brauchen wir schnell. Daneben brauchen wir Strategien, wie wir mit den bereits entstandenen bedrohlichen Ungleichgewichten von Geldvermögen und Schulden umgehen.
Ein Abschmelzen wäre durch einmalige Vermögensabgaben und Schuldenerlasse möglich, aber auch durch geregelte Insolvenzen zahlungsunfähiger Schuldner, wie Banken oder ganze Staaten.

Über uns hängt ein Damoklesschwert. Es wird glücklicherweise von immer mehr Denkern als solches erkannt. Jetzt braucht es den politischen Mut für einschneidende, systemische Reformen.

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Wenn unser Geld zur verderblichen Ware wird

Wenn unser Geld zur verderblichen Ware wird

Eine Dollarflut überschwemmt die Welt und sorgt für Unruhe auf den Finanzmärkten: Der richtige Moment für Parallelwährungen oder sogenanntes Freigeld, das stets im Umlauf sein muss

Noch ein Zitat aus dem sehr lesenswerten Artikel in der Schweizer Sonntagszeitung:

“Gesell stellte die normale Vorstellung von Geld auf den Kopf: Man erhält keinen Zins, wenn man Geld ausleiht – und man wird bestraft, wenn man Geld hortet. Deshalb können WIR auch nur mit Einschränkungen gegen Franken eingetauscht werden.

Geld wird so zur verderblichen Ware: Wer es besitzt, will es möglichst rasch wieder ausgeben. Auf diese Weise wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes dramatisch erhöht. Die Wirtschaft kennt keine Liquiditätsfallen.

Die Ideen von Gesell haben sich praktisch bewährt. Am bekanntesten ist das «Wunder von Wörgl». In dieser kleinen österreichischen Stadt in der Nähe von Salzburg herrschte zu Beginn der 1930er-Jahre grosse Not. Neue Arbeitsplätze wurden nicht mehr geschaffen, die Stadt war pleite und am Zerfallen.”
via www.nwo.de

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Geldscheine verbrennen oder für künstlerische Zwecke nutzen erlaubt!

Zehn Punkte

  1. Der Begriff des gesetzlichen Zahlungsmittels sollte auf drei Kernpunkten beruhen: Verpflichtende Annahme von Banknoten und Münzen, Annahme zum vollen Nennwert und Entlastung von Zahlungsverpflichtungen.
  2. Die Annahme von Barzahlungen sollte die Regel sein: Eine Ausnahme davon ist nur aus Gründen im Zusammenhang mit dem Grundsatz von Treu und Glauben möglich (z.B. wenn der Einzelhändler über zu wenig Wechselgeld verfügt).
  3. Die Annahme von Banknoten mit hoher Stückelung sollte ebenfalls die Regel sein.
  4. Bei Barzahlungen sollten keine Aufschläge berechnet werden.
  5. Die Mitgliedstaaten sollten keine neuen Rundungsregeln in Bezug auf die nächsten fünf Cent annehmen.
  6. Die Mitgliedstaaten sollten alle als geeignet erachteten Maßnahmen ergreifen, um die Verwendung von Euro-Sammelmünzen als Zahlungsmittel zu verhindern.
  7. Gefärbte Banknoten sollten an die nationalen Zentralbanken zurückgegeben werden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gestohlen wurden.
  8. Die vollständige Vernichtung von Euro-Banknoten oder Münzen durch Einzelpersonen in kleinen Mengen sollte nicht verboten werden.
  9. Die Beschädigung von Banknoten und Münzen für künstlerische Zwecke sollte toleriert werden.
  10. Die Entscheidung über die Vernichtung von für den Umlauf geeigneten Euro-Münzen sollte nicht von einer nationalen Behörde alleine getroffen werden.

Die Meldung ist zwar schon vom März, aber “brandaktuell”.
Die zehn Punkte oben hat sich nicht etwa ein Journalist aus den Fingern gesaugt, sondern wurden von einer “Ad-hoc-Arbeitsgruppe” unter der Leitung der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank erarbeitet.
Man kann sich ja fragen, wozu man diese Zehn Punkte gerade jetzt wohl braucht, eines beweisen sie allemal: Geld ist etwas seltsames.

Da stellen die Staaten (also wir alle) durch die Notenbanken Geldscheine zur Verfügung und sagen den Nutzern derselben: “Tut damit was ihr wollt. Bemalt sie, besprüht sie, verbrennt sie oder nutzt sie zum Bezahlen. Passt schon. Irgendwie.”

Es wäre an der Zeit, den Geldschein als Gemeingut zu betrachten, was er im Grunde ist, denn der Staat bezahlt nicht nur seine Bereitstellung. Indem er ein solides (mehr oder weniger) Staatsgefüge schafft, stattet er den Geldschein mit dem wichtigsten aus, das er überhaupt verkörpern kann: dem Vertrauen.
Das Vertrauen in die Gemeinschaft aller Menschen eines Währungsgebietes macht Geld zu Geld und Waren und Leistungen austauschbar. Diesem Geld stünde das Recht auf die Achtung seines inneren Wertes zu.

7. Die Einhaltung der optimalen Nutzung aller in Umlauf gebrachten Münzen und Banknoten soll durch die Notenbanken gewährleistet werden.
8. Durch Gebühren wird die Vorenthaltung und Hortung von Münzen und Banknoten eingeschränkt. Bargeld soll stetig umlaufen und den Wirtschaftsverkehr optimal begleiten.
9. Der Gebühreneinzug wird durch geeignete Maßnahmen und Erlasse vorgenommen, die ein Umgehen ausschließen.
10. Die Entscheidung über die Vernichtung von Geldscheinen oder deren Schöpfung wird von den Notenbanken gemäß den wirtschaftlichen Erfordernissen optimal abgestimmt, was wiederum nur durch einen steten, steuerbaren Geldumlauf gewährleistet werden kann.

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taz deckt "räuberische Privatisierung" schonungslos auf

Warum sind hohe Gewinne mit Wasser eigentlich nicht erlaubt?

Die Berliner Wasserbetriebe haben ein Monopol sowohl auf die Versorgung der Hauptstadt mit Leitungswasser als auch auf die Reinigung des Abwassers. Haushalte sind gesetzlich gezwungen, sich ans Netz anzuschließen. Die Wasserbetriebe sind, trotz der Beteiligung privater Anteilseigner, formal weiter eine Anstalt öffentlichen Rechts. Für ihre Tarife gelten der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und das Grundrecht auf Gleichbehandlung aus Artikel 3 des Grundgesetzes. Die Richter des Berliner Verfassungsgerichtshofes leiteten daraus ab, es müsse bei den Tarifen “eine sachgerechte Verknüpfung zwischen den Kosten und der Höhe des zu erhebenden Entgelts” geben. Zwar gebe dies “dem Gesetzgeber innerhalb gewisser Grenzen einen Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum”. Auch Gewinne seien möglich. Man dürfe die Tarife aber nicht “völlig unabhängig von den tatsächlichen Kosten” ansetzen.

Die umstrittene Privatisierung der “Berliner Wasserbetriebe” zeigt mit welchen Methoden öffentliche Einrichtungen den Gesetzen des nur auf Profit ausgerichteten Kapitalismus unterworfen wurde.
Indem die taz die geheimen Wasserverträge veröffentlicht, entblößt sie nicht nur die Machenschaften von Geld getriebenen Politikern und Finanzhaien. Sie zeigt auf, wie absurd dieses auf Kapitalvermehrung aufgebaute Geldsystem mittlerweile ist.
Wie vieler derartiger Beispiele braucht es noch, bis wir dieses System in den Orkus schießen.

Weiteres Zitat:

“Auf welchem Wege sollten die Wasserbetriebe dennoch Gewinne machen?

Als das Land Berlin Ende der Neunzigerjahre nach einem Käufer für die Wasserbetriebe suchte, griff es zu einem Trick, der bei öffentlichen Unternehmen bundesweit üblich ist: In die Tarife sollten auch fiktive Kosten einberechnet werden. Die Wasserbetriebe sollten für das Kapital, das für die Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung notwendig ist, fiktive Zinsen berechnen. Diese Zinsen sollten dann den Kunden über die Wassertarife in Rechnung gestellt werden. Da tatsächlich gar keine Zinskosten in dieser Höhe anfallen, sollte dann ein Gewinn übrig bleiben. Und je höher die fiktiven Zinsen, desto höher der Gewinn.”

Um die überlebenswichtigen öffentlichen Einrichtungen in die Maschinerie der Umverteilung durch Zinsen einzuordnen werden und wurden räuberische Vertragstricks angewendet.

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HUMANE WIRTSCHAFT – Leseprobe neue Ausgabe

Die neue HUMANE WIRTSCHAFT (Heft November/Dezember 2010) ist raus! Eine Leseprobe im PDF-Format verbirgt sich hinter dem Titelbild (Draufklicken)

Titelseite 6-2010

Und hier gibt es ein

kostenloses Probeexemplar

HUMANE WIRTSCHAFT der Kalender

Kalender

Hier sind viele Termine rund um das Thema Geld und Boden, Lösungen, Analysen usw. zu finden. Es handelt sich um Veranstaltungen, Radio- und Fernsehtermine und vieles mehr.

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USA und die soziale Sprengkraft der Ungleichheit

Robert Reich ist Professor an der California University in Berkeley. In seinen Büchern analysiert er den Kapitalismus in seinen Auswirkungen, wie kaum ein anderer.
Jetzt rüttelt er seine Landsleute wach. Die Demokratie sei in höchster Gefahr. Seine Analyse ist – so bekannt sie mittlerweile auch ist – ein Weckruf an seine Landsleute, sich jetzt für die Demokratie einzusetzen:
  1. Die Vermögenskonzentration hat in den USA mittlerweile Dimensionen, wie es sie in den letzten 80 Jahren nicht gegeben hat. 25 der Einkommen in den USA konzentrieren sich auf das reichste eine Prozent der Bevölkerung. Das reichste Zehntel dieser ein Prozent superreicher US-Amerikaner vereint mehr Einkommen auf sich, als die ärmsten 120 Millionen US-Bürger zusammen.
  2. Durch diese Entwicklung ist es möglich, dass einige wenige Amerikaner die Demokratie "kaufen". Mit Hunderten von Millionen Dollar nehmen die Reichen Einfluss auf die Politik und die Kandidaten. Mit einem System der Geldwäsche, die ein genaues Zurückverfolgen des Geldes kaum möglich machen, stürzen die reichsten US-Bürger ihr Land in eine Zeit der Raubritter zurück.
  3. Folgerichtig bleibt für die Armen kein Geld mehr übrig. Die Regierung ist nicht in der Lage eine Politik für mehr Arbeitsplätze zu machen. Immer mehr US-Bürger werden obdachlos und abhängig von den Almosen und Krümeln, die in Suppenküchen und Stätten der Armenverpflegung abfallen.

Robert Reich kommt zu dem Schluss, dass die USA auf dem Sprung sind, sich von der Demokratie zu verabschieden und durch die Herrschaft des Geldes, die Plutokratie zu ersetzen.

Kommentar:
Die Analyse der zerstörerischen Vermögenskonzentration bei Wenigen und gleichzeitiger Verarmung immer breiterer Unter- und Mittelschichten kann mittlerweile als in allen Köpfen von Entscheidern befindlich angenommen werden. Vielleicht wird die Dramatik und die Geschwindigkeit unterschätzt, die mittlerweile hinter dieser Entwicklung steckt. Landauf, Landab, quer durch alle Parteien ist man sich dessen bewusst. Was fehlt ist die tiefer gehende Analyse der Ursache. Man bleibt bei den Lösungsvorschlägen bei den immer gleichen, seit Hunderten von Jahren gepredigten, stets erfolglosen Rezepten stecken.

Es bietet sich ja auch quasi durch die Analyse an: "Die Reichen sind schuld!". "Wir müssen ihnen den Reichtum kürzen, wegnehmen und besteuern und ihn den Armen geben, in Form besserer Sozialleistungen oder höherer Löhne"

Merken denn tatsächlich so wenige, was das für eine Sackgasse ist? Die Reichen kommen fast ausschließlich durch einen Automatismus im kapitalistischen System zu ihrem immensen Reichtum und nicht durch ihre Hände Arbeit. Dieses System haben sie nicht selbst geschaffen. 
Gut, Sie schützen es mit aller Macht, aber es legt nicht in ihren Händen, es beizubehalten. 

Die Änderung des Systems ist die Chance der Demokratie. Sie zu ergreifen, ist es allerhöchste Zeit.

  
 

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Privat Krankenversicherte müssen bluten?

Das Problem: Damit der Schutz auch für ältere Kunden noch bezahlbar ist, müssen die 46 deutschen Krankenversicherer aus einem Teil ihrer Beitragseinnahmen Rückstellungen bilden. Diese Rückstellungen von zurzeit 144 Mrd. Euro müssen sie zu einem speziellen Satz verzinsen. Dessen Obergrenze – der sogenannte Höchstrechnungszins – wird vom Bundesfinanzministerium festgelegt. Das hat den Zweck, dass die Versicherer nicht auf Grundlage von riskanten Zinskalkulationen versuchen sollen, Kunden mit günstigen Angeboten zu ködern.

via ftd.de

Dieser Beitrag auf der ftd kann auch auf spannende Weise ganz anders gelesen werden, als die Autoren das wohl bezwecken:
Fakten:
Privat krankenversichert sind hauptsächlich gut verdienende und Selbständige
Damit die Beiträge so niedrig liegen können wie sie liegen, werden Rückstellungen (derzeit 144 MRD Euro) aus den Beiträgen zinsbringend am Kapitalmarkt angelegt.
Gesetzlich Krankenversicherte sind Teil einer “Solidargemeinschaft”. Die Bildung von Finanzreserven innerhalb der GKV ist gesetzlich geregelt (§261 SGB V) und pendelt in einem vergleichsweise bescheidenen Rahmen.

Folgende Frage ergibt sich daraus::

Wenn Besserverdienende und Selbständige sich der Solidargemeinschaft im Hinblick auf die Krankenversicherung entziehen können, ist es dann “gerecht”, dass die Solidargemeinschaft auch noch die niedrigen Beiträge in der PKV subventioniert?
Hintergrund:
Wenn die PKV ihre Rückstellungen bisher jährlich mit 3,5 % verzinsen konnten – und das in erheblichem Maße auch mit dem Kauf von Staatsschuldtiteln taten – dann bedeutet dies, dass über die Zinsen in Steuern und Preisen rund 5 Milliarden € zugunsten niedriger Beiträge in die Kassen der PKV geflossen sind.

Wir haben es demnach mit einem weiteren Beispiel einer Umverteilung von Arm und Reich zu tun. Ein weiterer Mosaikstein, der beweist wie marode unser gesamtes System ist. Wie es durch Spaltung der Gesellschaft zwingend auf einen Zusammenbruch hinsteuert.
Wäre es nicht im Interesse aller, auch der finanziell Bessergestellten, endlich über eine radikale Systemänderung nachzudenken?

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S21 – Polizei zwischen Bürgern und Machtinteressen

“Der Einsatz am 30. September im Stuttgarter Schlossgarten ist völlig aus dem Ruder gelaufen”, sagt etwa Thomas Mohr aus dem Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei in Baden-Württemberg. “Ich war live dabei und spreche für zahlreiche Kollegen, die es ähnlich empfinden.” Der Polizist erlebte an diesem Tag “einen absoluten Strategiewechsel”. Zuvor seien friedliche Proteste die Regel gewesen, zum Teil habe es Diskussionen zwischen Beamten und Demonstranten gegeben.

Doch am 30. September sei man schon per Funk dramatisch nach Stuttgart gerufen worden, erzählt Mohr. Man solle schnell mit Blaulicht fahren, Polizeifahrzeuge seien bereits besetzt worden, der Landtag sei umzingelt. “Da ging es nicht mehr um Deeskalation”, sagt Mohr. Für ihn und viele Kollegen steht fest: “Die Landespolitik wollte das so.” Obwohl die meisten Demonstranten friedlich waren, sei dem Stuttgarter Polizeipräsidenten Siegfried Stumpf der Einsatz von Wasserwerfern aufgedrängt worden.

Dann sei entgegen jeglicher Einsatzplanung im Schlossgarten plötzlich hart durchgegriffen worden. “Das sind schlimme Vorfälle, die uns schmerzen”, sagt Mohr. “Die Polizei hat einen großen Image-Schaden erlitten und die Landesregierung hat dies verursacht.” Auch Ministerpräsident Stefan Mappus habe “die Stimmung noch unnötig aufgeheizt” und nun würden Baden-Württembergs Polizisten als “Kinderschläger und Kinderschänder” beschimpft. “Die Politik trägt die Schuld an dieser unnötigen Eskalation”, sagt Mohr. “Man kann politische Themen nicht mit Biegen und Brechen durchsetzen und die Polizei das im Schlossgarten mit den Demonstranten ausmachen lassen.”

Bereits gestern Abend auf Monitor kam Thomas Mohr zu Wort. Seine Äußerungen sind im Hinblick auf die Politik erschreckend. In Bezug auf die Bürgernähe der Polizei sind sie ein eher gutes Zeichen.

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Wörgl – Weltwirtschaftskrise auf der Bühne

“Unterguggenberger”- Aufführung Tirol. Buch und Regie: Conni Stefanski

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Usura und usus – Die Gänse und die Allmende

Das Gesetz sperrt ein Männer und Frau‘n
Die der Allmende Gänse klau‘n
Doch dem größ‘ren Schurken es erlaubt,
Dass der Gans er die Allmende raubt.

Sühne das Gesetz befiehlt,
Für den, der andern etwas stiehlt.
Doch es verschont die Herrn und Damen,
die uns allen die Allmende nahmen.

Das arme G‘sind wird eingesperrt,
wenn zum Gesetzesbruch es sich verschwört.
Dies sei so recht; doch duldet man,
die Verschwörung, die solch Gesetz ersann.

Das Gesetz sperrt ein, Männer und Frau‘n,
die der Allmende Gänse klau‘n,
Doch bleibt der Gans die Allmend gestohlen,
bis wir das Land zurück uns holen.

Engl. Autor unbekannt, 17. Jhd.

Ein schöner Fund auf keimform.de.

Die Allmende wird zu Unrecht als verkappter Kommunismus abgetan.
Im Kern steckt in der Allmende eine zukunftsfähige Möglichkeit der Befreiung von allen anstößigen Formen, sowohl des Kapitalismus, als auch des Kommunismus. Voraussetzung ist das Erkennen der Allmenden.
An welchen Stellen macht es Sinn das Prinzip des Privateigentums in Gemeineigentum mit Vergabe von Nutzungsrechten umzuwandeln?
Das Formelle beim Kapitalismus – genauer gesagt in der Marktwirtschaft – ist der eindeutig bessere und überlegene Rahmen für eine Wirtschaft. Das Prinzip der Begegnung von Angebot und Nachfrage auf dem Markt ist gut und richtig.
Das Formelle des Kommunismus kann man dagegen getrost auf jenem Friedhof lassen, auf dem es seit der Wende ruht. Doch steckt im Kommunismus auch noch etwas anderes: das Materielle. Im Hinblick auf alle knappen Güter – vor allem jene der Mutter Natur – richtet der Kapitalismus den größt möglichen Schaden dadurch an, dass er hauptsächlich einen rechtlichen Rahmen für die Möglichkeit der Vorenthaltung dieser knappen Gütern schafft.
Was wir aber brauchen ist eine gesellschaftliche Vereinbarung über die optimale Nutzung aller knappen Ressourcen. Das ist im Kapitalismus aber nicht möglich, denn er funktioniert nur bei Aufrechterhaltung von künstlicher Knappheit und der Möglichkeit daraus Profit zu schlagen.
Das Materielle des Kapitalismus ist das Schloss vor einer zukunftsfähigen Marktwirtschaft.
Die Allmende könnte es knacken.
Würde man sich in Fragen der Allmende zunächst ausschließlich jenen Gütern zuwenden, die nicht nach Belieben von Jedem vermehrt werden können, wie beispielsweise Grund und Boden, Naturschätze usw, dann käme man einen großen Schritt weiter.
Leider wird in diesem Zusammenhang gerne das Kind “Allmende” mitsamt dem Bad “Kollektiveigentum an Produktionsmitteln” ausgeschüttet.
Während bei ersterem die optimale Nutzung einen geradezu überlebenswichtigen Wert für die Allgemeinheit darstellt, geht es bei Letzterem um beliebig vermehrbare Güter.

Würde man im Weiteren erkennen, dass der Generalschlüssel zu all den Schlössern im Geld selbst liegt, wären wir einem Durchbruch sehr nahe. Geld ist nämlich das wichtigste knappe Gut des Kapitalismus.

In diesem Zusammenhang gibt ein weiterer Fund (Zitat) den Anstoß in die Denkrichtung:

usura und usus
Diesen konkreten Ausdruck verdeutlich Thomas (von Aquin) an einigen Beispielen, die das intuitiv Falsche des Zinswesens gegenüber unserer natürlichen Auffassung von Gerechtigkeit zeigen sollen. Zunächst, so meint er, gelte grundlegend Folgendes: Zins für verliehenes Geld zu nehmen, bedeute, ein Ding und seinen Gebrauch unabhängig voneinander zweimal gegen Geldwert zu veräußern:
Das geht aus der Betrachtung des Wesens der Zinsnahme hervor: Das Wort „usura“ (Zins) kommt nämlich von „usus“ (Gebrauch), weil für den Gebrauch von Geld Lohn entgegengenommen wird, als ob der Gebrauch des geliehenen Geldes selbst erkauft würde. […] Wenn also jemand Geld verleiht unter der Abmachung, dass ihm das Geld vollständig zurückgezahlt wird, und zusätzlich für den Gebrauch des Geldes noch ein Entgelt einfordert, so ist das doch offenkundig, dass er den Gebrauch des Geldes und das Geld als Sache selbst getrennt verkauft. Doch ist der Gebrauch des Geldes – wie bereits gesagt – mit dem Geld der Sache nach identisch (eigentlich: usus autem pecunie ut dictum est non est aliud quam eius substantia), und daher verkauft der Geldverleiher nichts oder dasselbe zweimal, nämlich das Geld, dessen Gebrauch im Verbrauch besteht, und das widerspricht ganz offenbar dem geist jeder natürlichen Gerechtigkeitsvorstellung (´De Malo´q.13,1.4).
In der Parallelstelle „Summa Theologiae“ II-II, q. 78, a. I meint Thomas veranschaulichend, es würde doch jedem einleuchten, dass wen jemand Wein verkaufte und für den Wein also Bezahlung haben wollte, und dann noch einmal zusätzlich den Verzehr des Weines verkaufen wollte, jedermann einsichtig wäre, dass dies gegen jede Auffassung der naturalis iustitia verstößt, denn was verkauft man denn schon beim Wein, wenn nicht den Verzehr. […]
Zitat aus „Die Hauptlasterlehre des Thomas von Aquin“ von Christian Schäfer in
„Laster im Mittelalter – Vices in the Middle Ages“ von Christoph Flüeler und Martin Rohde

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Darlehen mit niedrigen Drehzahlen

Frank Lee hat mir per Email ein interessantes Angebot unterbreitet.

Ich brauche ihm nur noch ein paar Informationen “brüllen”:

 

Darlehen Werbung (bei niedrigen Drehzahlen)

Mein Name Frank Lee. Wir sind private Darlehen Darlehen Firma, die aus
geben Kredite an Privat-und Firmenkunden Einzelpersonen. Wir gewähren
diesem Darlehen und haben es zugelassen, um Ihnen die Macht unserer
Regierung.

 Haben Sie schon von so vielen Banken eingeschaltet? Sie brauchen
Finanzmittel, um Ihr Geschäft aufzubauen? Unser Zinssatz ist sehr
erschwinglich und unsere Darlehen Prozess ist sehr schnell, wie gut.

Sind Sie wirklich bereit, um Ihre finanziellen Probleme gelöst, dann
suchen Sie nicht weiter und gelten für ein Darlehen heute wieder zu
uns mit den Informationen brüllen:

Ihr Name:
Darlehensbetrag:
Kontakt Adresse;
Land:
Dauer der Ausleihe:
Gültig Handy-Nummer:

 Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen. 

Dank Frank Lee.

 

Manchmal ist doch ganz lustig, was so durch den Spam-Filter schlüpft :-) )

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Zinslose Komplementärkredite « Hinter den Schlagzeilen

Zinslose Komplementärkredite

Christian Gelleri

Es hängt viel davon ab, ob unsere Gesellschaft die Kraft aufbringt, nicht nur über Zinsen zu klagen, sondern zinslose Kredite zu organisieren. Sie sollten herkömmliche Kredite (noch) nicht ersetzen, sondern ergänzen: Komplementärkredite. Im Chiemgau läuft derzeit ein Experiment mit Kleinkrediten an, die in Regionalgeld ausgezahlt werden. (Roland Rottenfußer)
Wir ärgern uns über hohe Zinsen. Jeder Hauskäufer muss bei Laufzeiten über 20 Jahren Zinsen in einer Höhe berappen, die dem Preis für ein zweites Haus entsprechen. Warum gibt es nicht mehr Menschen und Organisationen, die dieses parasitäre System aushöhlen, indem sie Geld zinslos verliehen? Der Grund ist wohl allzu menschlich: So lange man Geld braucht, stöhnt man unter der Peitsche überhöhter Zinsforderungen. Verfügt man jedoch über ein Guthaben, verändert sich die Perspektive: Man möchte selbst Zinsen kassieren. Ist jemand finanziell in Not, werden ihm statt Hilfe noch weitere Belastungen aufgebürdet.

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Hagen Rether: "Vernünftige Dinge machen die Menschen nicht freiwillig"

Das moderne Umweltbewusstsein auf den Punkt gebracht von Hagen Rether.

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Bar bezahlen für Interneteinkäufe?

In August, we wrote about PayNearMe, an alternative payments product from the company formerly known as Kwedit. For background, Kwedit launched another payment product earlier this year, to much controversy. But this one could be a winner; PayNearMe has already signed up a number of high-profile merchants and is launching today to the public.

PayNearMe allows people who don’t have or don’t want to use credit or debit cards to purchase products with cash at more than 6,000 7-Eleven stores in the continental U.S. On participating e-commerce or merchant sites, consumers can use the PayNearMe option to pay for e-commerce purchases, telephone orders, loan repayments, money transfers and more. You simply place your order with PayNearMe and print out the given receipt. You then take that receipt into a 7-Eleven and they scan it and you pay in cash. Once you pay, your order with the retailer or merchant will be fulfilled.

Das Internet revolutioniert nicht nur den Umgang mit Informationen. Auch im Hinblick auf wirtschaftliche Vorgänge, wie beispielsweise das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen gibt es Entwicklungen, die Innovationspotential und Kreativität beweisen.
Die Nutzung von Onlineshops wird auch in Zukunft stark zunehmen. Das mag in mancherlei Hinsicht bedenklich sein, weil regionales Wirtschaften aus ökologischer Sicht einen höheren Stellenwert braucht.
Andererseits können wohl nie alle Bedürfnisse in der Region gedeckt werden.
Im Onlinehandel bestand bisher eine hohe Abhängigkeit von Global Playern im Bereich der Organisation von Transaktionen. Kredtikarten-Unternehmen profitierten in hohem Maße vom zunehmenden Warenaustausch per Internet. Neben den immensen Gewinnen aus Kreditkarten-Transaktionen ist jedoch noch ein weiterer Aspekt, Anlass für Bedenken und Zweifel: Über die Nutzung von Kreditkarten werden Konsumenten zu “gläsernen Kunden”. Es gibt nicht wenige Zeitgenossen, deren Konsumprofil ein offenes Geheimnis ist, weil sie nahezu alle Zahlungen per Kredit-, Payback- und sonstigen Karten abwickeln.
Das gute alte Bargeld – nach wie vor in vielen Staaten das einzige gesetzliche Zahlungsmittel (zum Beispiel auch in Deutschland) – ist zwar nicht tot zu kriegen, wird aber vor allem von jenen massiv zurückgedrängt und in Verruf gebracht, die an unbaren Zahlungen kräftig verdienen.

Andererseits lässt die Wirtschaftskrise immer mehr Menschen aus dem System unbarer Zahlungen fallen, weil sie ihre Bonität verlieren und für Banken und Kreditkartenunternehmen zu unerwünschten Kunden werden. Ihre – zwar eingeschränkte – Konsumfähigkeit behalten sie aber durchaus und sei es aufgrund staatlicher Transferleistungen.

Keine Bonität – kein Konto – keine Kreditkarte – keine Onlineeinkäufe.

Das führt zwangsläufig zu Innovationen im Zahlungsverkehr. In Afrika gibt es bereits funktionierende Systeme, die über die Mobiltelefone funktionieren. In den USA ist eine weitere Idee “marktreif”, weil eine große Handelskette im Boot ist. “PayNearMe” nimmt Bargeld von Kunden entgegen und bestätigt anhand einer Datenübertragung diese Zahlung an die Unternehmen, bei denen der Kunde eingekauft hat.
Interessant ist das nicht nur für Kunden, die auf anderem Wege sonst nicht zu Online-Einkäufen kämen, sondern auch für alle, die nicht jeden ihrer Einkäufe in den Datenbanken großer Finanzinstitute dokumentiert wissen wollen.
Auch birgt das System Potential für regionale Wirtschaftssysteme mit einer eigenen Regionalwährung. Das akzeptierende Unternehmen könnte als Barzahlung auch regionale Währung akzeptieren und eine andere Währung an den Empfänger der Zahlung weiter leiten. Das kann zu einer schneller wachsenden Akzeptanz der Regionalwährung führen, weil sie ihre Flexibilität erhöht und sich “weltoffener” präsentiert. So ließen sich Sympathiepunkte für Regionalwährungs-Initiativen gewinnen. Das Prinzip regionaler Kreisläufe kann dennoch gewinnen, weil die Kunden in die Läden kommen müssen und das System stets aufs Neue “erleben”.

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Die Legende vom nachhaltigen Wachstum

Nachhaltige Entwicklung kann indes nur eine Kunst der Reduktion sein. Deshalb zielt eine Postwachstumsökonomie darauf, Expansionszwänge zu überwinden. Der wichtigste besteht in einem Lebensstil, der vollständig von geldvermittelter und global arbeitsteiliger Fremdversorgung abhängig ist. Wenn Bedürfnisse, die einst durch Handwerk, Eigenarbeit, Subsistenz, lokale Versorgung und soziale Netzwerke befriedigt wurden – oder auf deren Befriedigung man schlicht verzichtete -, durch käufliche Produkte, Dienstleistungen und eine komfortable Automatisierung/Mechanisierung erfüllt werden, ist die Existenzsicherung einer Geld speienden Wachstumsmaschine ausgeliefert.

Mit zunehmender Spezialisierung, die eine immer größere Distanz zwischen Verbrauch und Produktion schafft, steigt die Anzahl der Wertschöpfungsstufen, deren Investitions- und Kapitalbedarf zur Notwendigkeit ökonomischen Wachstums beiträgt. Eine Postwachstumsökonomie beginnt daher mit einer Genügsamkeitsstrategie. Sie konfrontiert die verzweifelte Suche nach weiteren Steigerungen von Güterwohlstand mit einer Gegenfrage: Welcher Plunder, der nur wachstumsabhängig macht, ließe sich über Bord werfen?

Der zweite Schritt bestünde in einer Reaktivierung nichtkommerzieller Versorgung: Eigenarbeit, handwerkliche Fähigkeiten, (urbane) Subsistenz, Community-Gärten, Tauschringe, Netzwerke der Nachbarschaftshilfe, Verschenkmärkte, gemeinschaftliche Nutzung von Geräten sowie regionale Kreisläufe auf Basis zinslos umlaufgesicherter Komplementärwährungen würden zu einer graduellen Deglobalisierung verhelfen.

Niko Paech in einem ausgezeichneten und lesenswerten Aufsatz in Le Monde diplomatique. Zum ganzen Beitrag dem Link folgen.

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Wirtschaft anders denken

Eine außerordentliche Veranstaltung an der Rudolf-Steiner-Schule in Ismaning

 

Werkstattwoche „Wirtschaft anders denken“

vom 26. September bis 01. Oktober 2010
an der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning
Lehrer, Schüler und Eltern der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning stellen in einer wohl einmaligen Art und
Weise das Thema Wirtschaft für eine komplette Woche in den Mittelpunkt der ganzen Schule.
Die Organisatoren laden zu einer Werkstattwoche ein, in der Jugendliche und Erwachsene einerseits Informationen
erhalten, aber auch über Wirtschaft intensiver nachdenken und vor allem Wirtschaft anders
denken können.

 

Hintergrund ist die Feststellung, dass alle Menschen in Wirtschaftsprozesse eingebunden sind, viele jedoch
sagen, dass sie von Wirtschaft nicht viel verstehen. Die Organisatoren dieser Werkstattwoche möchten
dies gerne ändern und zeigen moderne Alternativen auf, wie unser Wirtschaftssystem in und nach
der Finanzkrise verändert werden könnte. Dabei sollen die Alternativen gerechter für die beteiligten Menschen
sein und auch ökologische Bedingungen berücksichtigen, ganz im Sinne des Konzeptes der Nachhaltigkeit.
Schülerprogramm für Schüler ab der 9. Klasse
Der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning und ihrem „Wirtschaftskreis“ liegt am Herzen, dass sich die Schüler
mit der derzeitigen „Realwirtschaft“ auseinandersetzen, aber auch erarbeiten, wie eine „Idealwirtschaft“
aussehen könnte. Dafür wird ihnen in der Werkstattwoche zunächst Basiswissen über die Funktionsweise
des Wirtschaftsystems und die Globalisierung der Wirtschaft vermittelt und eine Besichtigung verschiedener
Betriebe angeboten.

Anschließend können sie aus über 40 Workshops wählen. Hier beschäftigen sie sich beispielsweise mit
wirtschaftlichen Aspekten, denen sie selbst im Alltag begegnen. Ein Workshop behandelt die Wertschöpfungskette
und versucht transparent zu machen, welche Auswirkungen die Entscheidungen eines Einzelnen
haben. Ein anderer stellt die erfolgreiche Regionalwährung „Chiemgauer“ vor. Ein weiterer Workshop
befasst sich mit der Arbeit im Netzwerk mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Kultur,
unterschiedlicher Religion usw. Im Workshop „Monopoly verkehrt“ dürfen die Schüler das Spiel mal anders
spielen: am Ende werden nur Gewinner vom Platz gehen – dafür ist natürlich Phantasie und anderes
Denken gefragt. Darüber hinaus stehen allen Schülern interessante Vorträge mit Referenten, die auch im
Abendprogramm sprechen, offen.

Neben Schülern der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning werden auch mehr als 800 Schüler anderer Waldorfschulen,
der Real- und der Hauptschule Ismaning, sowie des Gymnasiums in Garching teilnehmen. Das
Programm für die Schüler wurde so gut aufgenommen, dass es bereits ausgebucht ist.
Öffentliche Workshops und Vorträge für alle Interessierten

Der interessierten Öffentlichkeit steht ein reiches Angebot an spannenden Workshops am Nachmittag
(ab 15.30 Uhr) zur Verfügung, wie zum Beispiel zum Thema der Globalisierung.
In einem Workshop werden sich die Teilnehmer mit den tieferen Ursachen der Finanzkrise beschäftigen
und den notwendigen Konsequenzen. In einem anderen geht es darum, welche Rolle eine Wirtschaft
spielen sollte, die den Menschen dient und nicht dem Selbstzweck der Rendite.

 

ZINNOBER & TACHELES
Walburga I.M. Kopp
Laimer Str. 37
D-80639 München
T +49.89.17953847
F +49.89.17953984
VR Bank München Land eG
BLZ 701 664 86
Kto. 124 75 22
kontakt@zinnober-tacheles.de
www.zinnober-tacheles.de

Passend dazu fragt der nächste Workshop „Macht Sinn Gewinn – Macht Gewinn Sinn?“ und stellt die Arbeit
der renommierten ethisch-ökologisch arbeitenden GLS Bank vor. Diese macht vor, wie Bankgeschäfte
auf Belange von Mensch und Umwelt Rücksicht nehmen und gleichzeitig ökonomisch erfolgreich sein
können.
Hochkarätige Referenten konnten für das Vortragsprogramm am Abend (ab 20.00 Uhr) gewonnen werden:
So wird u. a. Prof. Götz W. Werner, Gründer der dm-Drogeriemärkte, kommen und über die Idee des
bedingungslosen Grundeinkommens sprechen.
Gerald Häfner, ehemaliges Mitglied des Bundestages und Mitglied des Europäischen Parlaments für
DIE GRÜNEN, stellt die Frage: Wer regiert die Welt – wir oder das Geld?“.
Der Journalist Dr. Geseko von Lüpke stellt „Projekte der Hoffnung“ als Modelle für eine neue Welt vor.
Rahmen
Neben musikalischen Darbietungen ist auch an Essen und Trinken gedacht: Zwischen Workshops und
Vorträgen können sich die Teilnehmer mit frisch zubereiteten Gerichten aus biologischer Landwirtschaft
stärken. So wird ein Beispiel nachhaltiger anders gedachter Wirtschaft direkt vor Ort gelebt.
Unterstützt wird die Veranstaltung bisher u.a. von der Waldorf-Stiftung, der GLS Bank, der Firma
COMPESO, von TAGWERK, Vogel’s Reisen, Druckerei Ulenspiegel, BAVARIA ZELTE GmbH, LICHTWERK
GmbH, von HOFGUT-LETTEN, der Andechser-Molkerei Scheitz, der Firma Ökoring, Voelkel, Allos, den
Hermannsdorfer Landwerkstätten, der Software AG-Stiftung, der Gärtnerei Obergrashof, von Eitzenbeger
Druck, EPOS BIOPARTNER SÜD, HÖHENBERG, Obsthof BLANK, Biolandhof Huber, Hohenfried Genussfreuden
und ZINNOBER & TACHELES – für öffentlichkeit und ereignis.
Herr Michael Sedlmair, Bürgermeister von Ismaning, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Veranstalter
Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik München e.V..
Ort der Veranstaltung
Rudolf-Steiner-Schule Ismaning, Dorfstraße 77, 85737 Ismaning.
Anfahrt
S8, Haltestelle Ismaning, ab dort steht ein kostenloser Busshuttle zur Verfügung.
Genaue Zeiten sehen Sie bitte auf der Internetseite www.wirtschaft-anders-denken.de ein.

Das komplette Programm finden Sie als Download unter
www.wirtschaft-anders-denken.de
Weitere Informationen und Anmeldung
Telefon 089-31902833
Mobil 0172-8169213

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Die Rekultivierung der Ökonomie – Veranstaltungshinweis

Programm
«Die Rekultivierung der Ökonomie» vom 24. bis 26. September 2010
 


Freitagabend, 24. September 2010

17.00 – 17.45 Uhr Begrüßung und Vortrag: Die Rekultivierung der Ökonomie
Reinhold Dyroff

18.45 – 19.15 Uhr
Kabarettistische Hinführung zum Thema:
Beim Ernst der Lage hilft nur noch Humor
Volker Viehoff
19.15 – 22.00 Uhr
Vortrag: Tiefere Ursache der Weltfinanzkrise und mögliche Auswege
Bernd Senf
Samstag, 25. September 2010
9.00 – 10.30 Uhr
Vortrag: Der dritte Weg – wirtschaftlich-gesellschaftspolitisches
Lösungskonzept auf ethischer und naturrechtlicher Grundlage

Jens Stachura
10.45 – 12.45 Uhr
Dialogrunde: Offene Räume – Möglichkeitsräume
Der authentische Mensch im Wirtschaftsgeschehen

Volker Viehoff, Berndt Petroschka
14.15 – 15.30 Uhr
Vortrag: Bionik/Ökotechnologie –
neue Möglichkeiten des Von-der-Natur-Lernens

Hans-Dieter Reinke
15.45 – 17.00 Uhr
Vortrag: Träume auf die Erde bringen – Mein Weg als Biobauer
Heinz-Peter Christiansen
17.15 – 18.30 Uhr
Vortrag: Neue Energiekonzepte:
Von der Messiasmaschine bis zum Gravitationswirbelkraftwerk

Achmed Khammas
20.00 – 21.30 Uhr
Konzert: Die Reise auf die andere Seite
Nil-Lus-Band: Nil Lus (Gesang und Gitarre),
Berndt Petroschka (Perkussion), Manfred Flathe (Gitarre),
Franziskus Bardenius (Perkussion), Harish Shankar (Gesang)
Sonntag, 26. September 2010
9.00 – 10.15 Uhr
Vortrag: Urchristliche Impulse für eine solidarische Ökonomie:
Die Basisgemeinde Wulfshagenerhütten

Dr. phil. Anthony Gwyther, Hansotto Strübel-Eckert
10.30 – 11.45 Uhr
Vortrag: Regionale Auswege aus der Finanzkrise:
Regionalgeld und Genossenschaftsgedanke

Franz Galler
12.00 – 13.00 Uhr

Vortrag und Gespräch: Modell für gerechtes Wirtschaften –
Zur Situation des Regionalgeldes in Schleswig-Holstein

Falk Münchbach
14.15 – 16.00 Uhr Vortrag und gemeinsames Abschlußgespräch:
Die ökonomische Kraft der kulturkreativen Bewegung –
Das Gemeinschaftsprojekt Kleinjasedow im globalen Kontext
Johannes Heimrath, Reinhold Dyroff und andere
ab 17.00 Uhr Treffen aller Interessierten zum Regionalgeld «KannWas»
Falk Münchbach

Information und Anmeldung
Schöpferisches Zentrum OASE
Telefon (045 61) 525 36-10, Fax (045 61) 525 36-19
Schaarweg 70, 23730 Neustadt-Rettin

Spendenempfehlung
für das gesamte Wochenende 180,- €,
für einzelne Tage: Freitag 30,- €, Samstag 100,- €, Sonntag 80,- €
Tagessatz für drei vollwertige vegetarische Mahlzeiten aus Bio-Anbau 30,- €

Unterkunft
Die Übernachtung ist auch in unseren Gästezimmern möglich.

OASE-Heilhaus · Schaarweg 70 · 23730 Neustadt-Rettin an der Ostsee
Telefon (045 61) 525 36-0