Blog-Beiträge chronologisch

Ihre Spende an den Förderverein

Spenden Sie
DIREKT IM SHOP

oder über PayPal

Unsere Flickr Bilder

			Andy Carl posted a photo:
Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen
			Andy Carl posted a photo:	  Posted via web  from HUMANE-WIRTSCHAFT
Wie reguliert man den Finanzmarkt?
			Andy Carl posted a photo:
Völlig "unrepräsentative" Umfrage
			Andy Carl posted a photo:	  Posted via web  from HUMANE-WIRTSCHAFT
Angela Merkel in Wuppertal
			Andy Carl posted a photo:
Kochen ist Kunst
			Andy Carl posted a photo:	Info for the tigers: Meals on Wheels...Seen nearby the zoo of Wuppertal, Germany
Info für die Tiger

Enquete-Kommission Wachstum soll Arbeit aufnehmen

Auf Betreiben aller Bundestagsfraktionen wird sich laut Drucksache 17/3853 des Deutschen Bundestags (PDF) unverzüglich eine Enquete-Kommission konstituieren, die den Titel trägt “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft”.
Die Kommssion soll vor Ablauf der Legislaturperiode über ihre Arbeitsergebnisse berichten. Dieser Bericht wird dann einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das könnte eine spannende Kommission werden, denn das Thema bietet einigen Zündstoff, schließlich geht es beim Wachstum in der politischen Diskussion stets um die zu geringe Geschwindigkeit desselben. Maßnahmen zur Wachstumsbeschleunigung stehen hoch im Kurs. Und jetzt müssen sich die gleichen Politiker um “nachhaltighes Wirtschaften” kümmern?

Die Unterzeichner des Papiers (alle Fraktionschefs der Parteien) haben schon mal aufblitzen lassen, wie “ergebnisoffenes” Arbeiten im Hinblick auf Wachstumsfragen auszusehen hat. Zitat: “
“Unser Wirtschaftssystem ist auf Wachstum ausgerichtet. Bleibt volkswirtschaftliches Wachstum aus, entsteht
schnell eine Reihe von sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen.”
Doch derlei Vorgaben werden kaum etwas nutzen, wenn die Kommissionsmitglieder (17 Parteimitglieder und 17 Sachverständige) zu Fragen kommen, die den Zusammenhang des materiellen Wirtschaftswachstums, wie wir es trotz intensiver Bemühungen nicht anders kennen, und der zerstörerischen Entwicklung für Mensch und Umwelt “freilegen” müssen.
Es wird zu Diskussionen kommen müssen, welche die Ursachen für den Zwang zum Wachstum schonungslos aufdecken. Zumindest wäre das in dieser über Jahre angelegten Arbeit wünschenswert. Spätestens dabei werden die Funktionen des Geldsystems zur Sprache kommen. Es wird erklärt werden müssen, wie man das ungebändigte Wachstum von Geldvermögen und Schulden, das zum Kapitalismus gehört, wie der Rahmen zum Fenster, beenden will.
Jeder Vorschlag wird sich daran messen lassen müssen, ob er an der zerstörerischen Wirkung dieser Entwicklung etwas ändern kann:

Der Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft führt nur über das Beenden des Kapitalismus, wie wir ihn kennen.
Dabei gibt es auch keinen Mittelweg. Ein bisschen Kapitalismus ist wie ein bisschen schwanger.  Oder ein bisschen Kopfbahnhof in Stuttgart.
Werden die Parteimitglieder in der Kommission sich stets nach der Parteilinie erkundigen, wird das hoffentlich bei den Sachverständigen nicht so sein.
Fest steht: Diese Kommission hat eine spannende Aufgabe und könnte Auftakt für eine ganz neue Diskussion sein: Den Entwurf einer neuen Wirtschaftsordnung mit einem nachhaltigen Geldsystem.

Posted via email from HUMANE-WIRTSCHAFT

Zukunftsdossier: "Wirtschaften jenseits von Wachstum?"

Zitat:

 

“Systemische Unmöglichkeit unbegrenzten Wachstums
Der Wachstumsrückgang hängt zwar mit der Finanzkrise zusammen,
hat aber auch systemimmanente Ursachen. Denn exponentielles
Wachstums ist langfristig schwer realisierbar, bedeutet es
doch, dass ein System immer schneller und immer mehr wachsen
müsste. Allein ein exponentielles Wachstum von 2 Prozent bedeutete
eine Verdoppelung alle 35 Jahre. Und die Schrumpfung der
österreichischen Wirtschaft im Jahr 2009 um 3,5 Prozent bedeutet
„lediglich“ die Rückkehr zum Wert des Jahres 2006.
„Während die Volkswirtschaftslehre stetiges prozentuales Wirtschaftswachstum
über (unbegrenzt) lange Zeiträume annimmt und
voraussetzt, ließ sich die Existenz von exponentiellem Wachstum in
der Empirie in den letzten Jahren und Jahrzehnten für hochentwickelte
Volkswirtschaften nicht bestätigen“”

Dossier als PDF

 

Posted via email from HUMANE-WIRTSCHAFT