Beitrag von Andreas Bangemann, vom 13. August, 2011
…denn nur oben geht es noch weiter nach oben. Unten fallen immer mehr heraus aus der ökonomischen Gleichung “Mehr Markt=Mehr Konkurrenz= Mehr Wohlstand”"
Bis hierher ist das ein Zitat aus diesem ausgezeichneten Dokumentar-Film, der bei Arte lief und von der US-Künstlerin Tina Barney berichtet.
Das besondere an Tina Barney und ihrer Fotografie-Kunst ist ihre Herkunft. Sie stammt selbst aus der obersten Eliteklasse der Weltstadt des Kapitals: New York.
Der Film zeigt wie außergewöhnlich die Arbeit von Tina Barney ist, denn der tiefe Einblick in die Welt der Reichen und Schönen ist – ohne direkt anzuklagen – eine Art Hilferuf der weltweiten Gemeinschaft. Ein Hilferuf des untergehenden Sozialwesens, das so sehr auf eine relative, innere Ausgeglichenheit angewiesen ist, wenn es nicht untergehen und in die Barbarei abgleiten soll.
Tina Barney kann ein Lichtblick sein, wenn wir an die mitten unter uns schwelende Wirtschaftskrise denken, die sehr viel mit der Scherenentwicklung im Sozialwesen und deren Ursachen zu tun hat. Tina Barney kann als eine Art Symbol mithelfen, die Wende zu einem Neuanfang von Wirtschaften und Geldsystem gemeinsam zu schaffen; die Ausgegrenzten gemeinsam mit den vom System Privilegierten.
Nur so lässt sich noch ein leidvoller Totalzusammenbruch vermeiden, an dessen Ende alle, die Ausgegrenzten und die Privilegierten, gemeinsam untergehen würden.
Die Politik scheint es nicht zu schaffen, die Krise so zu bewältigen, das wir vor dem Schlimmsten bewahrt werden. Das zeichnet sich mit jeder Maßnahme deutlicher ab.
Die Kunst könnte es schaffen, die Menschen direkter zu erreichen und so die notwendigen Veränderungen von unten nach oben zu erzeugen.
Eine spannende Zeit:
Wie die Financial Times Deutschland (FTD) schreibt, führt einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zufolge die US Bank “Bank of New York Mellon”(BNY) Gebühren für Guthaben auf den bei ihr geführten Girokonten ein.
Offenbar haben die Kunden der Bank 160 Milliarden US-Dollar auf Girokonten der Bank “geparkt”, wodurch der Bank einerseits Kosten bei der FDIC (Gesetzliche Einlagensicherung) entstehen und sie andererseits auch keine Möglichkeit habe, die Beträge für Geschäfte zu nutzen, da die Gefahr des jederzeitigen Abrufs der Einlagen drohe.
Die Vermutung, wonach die Banken generell stark an Problemen der “Fristentransformation” leiden, wird zwar nirgendwo nachvollziehbar statistisch aufbereitet, aber Berichte wie der über diese große US-Bank deuten zumindest an, dass es diesbezüglich Handlungsbedarf gibt, bzw. sogar erhebliche Gefahren lauern.
Die BNY erhebt die Gebühren von voraussichtlich 0,13 % (Im Jahr?) auch nur von Kunden, die mehr als 50 Millionen US-Dollar auf diese Weise geparkt haben. Das wiederum ist auch ein Indiz für sich immer mehr zuspitzende Verteilung von Geldvermögen auf sehr Wenige.
Natürlich verfolgt die Bank mit der Gebührenmaßnahme keine politischen Ziele hin zu einer Änderung des Geldsystems, sondern hat nur die eigene Kostenstruktur im Fokus. Dennoch beweist die Maßnahme, dass der Druck, der durch die enormen flüssig gehaltenen Geldvermögen auf das Gesamtsystem ausgeübt wird, zu Überlegungen führt, die noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären.
Man darf gespannt sein, inwieweit das Beispiel dieser Bank Schule macht und es zu einer allgemein anerkannten Gepflogenheit wird, wonach das Halten (man könnte auch sagen “das zeitweise Horten”) von Geld zu Kosten für den Halter führt.
Doch warum findet sie gerade dann keine Anwendung, wenn sie dringend erforderlich wäre?
Langsam, Langsam, wir sind in Griechenland!
Wie sympathisch klingt dieser Satz doch jedem Griechenland-Urlauber im Ohr, wenn ein Einheimischer einem lächelnd die Hektik des eigenen Handelns und Denkens in die gemächliche Schönheit Griechenlands überführt. “Ziga, Ziga” oder “Avrio” sind die Vokabeln, die dem gestressten Urlauber als erstes quasi “inflationär” begegnen. “Langsam, Langsam” und “morgen”.
Die Uhren gehen in Griechenland schon immer anders.
Auch die Strukturen griechischen Geschäftemachens haben eine ganz andere Tradition und unterliegen ganz anderen – vor allem ungeschriebenen – Gesetzen, als in den nördlicheren europäischen Ländern. Ein Netzwerk aus Beamten, kirchlichen Würdenträgern und Unternehmern, geschmiert durch einen eigenen Geldkreislauf bestimmt die regionale Politik und bestimmt auch den Grad an Abhängigkeit zu Athen.
Der Außenhandel Griechenlands spielt sich auf tausenden sonnenverwöhnter und idyllischer Inseln ab, die von Athen durch große Entfernungen und ein tiefblaues Mittelmeer auf eine Weise getrennt ist, wie wir “Festland-Europäer” uns das gar nicht vorstellen können.
Was jedem, der ein paar Mal in Griechenland in Urlaub war, auffällt und worüber man sich auch keine negativen Gedanken gemacht hat, wird in einem durch den Euro vernetzten Europa jetzt zu einem massiven Problem.
Die griechischen Finanzprobleme von heute waren absehbar.
Weder der Grad der Korruption in Griechenland, noch der eklatante Leistungsunterschied der griechischen Volkswirtschaft im Vergleich zu den anderen Ländern können als eine neuere Entwicklung hingestellt werden.
Wir haben kein Recht dazu, den Griechen unser System, geschweige denn unsere Mentalität und unser Leistungsdenken aufzuzwingen.
Der erste politische Fehler war also die blauäugige Übernahme von Griechenland in die europäische Währungsunion. Heute danach zu rufen, dass die Griechen sich gefälligst an die Gepflogenheiten der westlichen Länder anpassen sollen, ist dumme Politik. Die Griechen jetzt dazu zu zwingen, dass Sie drastische Sparmaßnahmen im eigenen Land durchführen ist zwar logische Folge dummer Politik, deshalb aber nicht klüger.
Konnte sich Griechenland zu Zeiten der Drachme durch Abwertung der Währung im internationalen Handel (der ja hinsichtlich des Exportes im Grunde nur aus Tourismus besteht) behaupten, so gibt es dieses Regulativ innerhalb des Euro nicht mehr. Dem Handelsbilanzdefizit Griechenlands lässt sich zwangsläufig nur durch immer größer werdende Verschuldung begegnen. Das wiederum findet sein natürliches Ende in der Zahlungsunfähigkeit, welche durch steigende Zinsen noch schneller herbeigeführt wird.
Was also kann man tun?
Ganz sicher wertlos sind lebensverlängernde Maßnahmen, die nicht die Ursache der Probleme berücksichtigen. Das ist aber das Konzept der verantwortlichen Politiker. Muss man studiert haben, um zu wissen, dass Sparmaßnahmen nur zu einem sich selbst verstärkenden Teufelskreis in Griechenland führen und die Katastrophe am Ende nur noch größer wird?
Gewiss nicht.
Doch für andere Schritte braucht man die Kraft der Erkenntnis und den Mut, neue Wege zu gehen.
Wir sollten uns möglichst schnell daran gewöhnen, eines der wichtigsten Prinzipien des Kapitalismus auch auf der Ebene von großen Banken und ganzen Ländern Anwendung findet: Die Möglichkeit zahlungsunfähig und insolvent zu werden. Was im Kleinen zählt muss auch im Großen möglich sein. Das mag schmerzen, aber solange wir nicht über Systeme nachdenken, die dermaßen schmerzhafte Schritte weitgehend unmöglich machen, solange müssen wir die zwangsläufigen Folgen unseres untauglichen Systems ertragen.
Auf dem Weg zu etwas Neuem muss man sowieso das Alte erst einmal beenden. Eine Insolvenz ist auch bei Großbanken und ganzen Staaten keine Katastrophe solange sie nur rechtzeitig angemeldet wird. Die Politik betreibt sowohl im Falle der Großbanken, als auch hinsichtlich der Länder wie Griechenland Insolvenzverschleppung. Unternehmer, die bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit nicht rechtzeitig Insolvenz anmelden, steckt man ins Gefängnis!
Mit fortdauernder Zeit wird die Katastrophe, die am Ende zu erwarten ist, immer größer. Noch gäbe es Wege, wie man handelnd die Dinge auf eine zukunftsfähige Bahn bringen könnte.
Ich heiße weder Korruption noch Faulheit oder Trägheit für gut, aber ich halte überhaupt nichts von einer Politik, die sich darauf konzentriert Menschen zu Handlungen zu zwingen, die weder mit ihrer Tradition noch mit ihrem Selbstverständnis vereinbar sind. Die Folge kann nur Gegenwehr sein. Was wir brauchen ist eine Politik mit Rahmenbedingungen, innerhalb derer das der Gemeinschaft Förderliche belohnt und das Schädliche zu Nachteilen führt. Damit bringt man Menschen zu verändertem Handeln. Der Schlüssel dazu ist das Geldsystem.
Für mich sind die Erfolg versprechenden Schritte:
Griechenland in eine geordnete Insolvenz führen, bei der es sein Gesicht wahren kann und seine Chancen für einen Neuanfang in der Staatengemeinschaft aufgezeigt werden. Die Insolvenz sollte mit einer transparenten Informationspolitik begleitet werden und deutlich machen, dass die Politik das Primat über den Finanzmarkt beansprucht. Die konsequente Nutzung des bewährten Insolvenzrechts ist die letzte Chance, aktiv auf das Geschehen einzuwirken. Alles andere ist “Insolvenzverschleppung” und endet im Chaos.
Eine “regionale” Währung für Griechenland konzipieren, die den Besonderheiten der griechischen Bevölkerung Rechnung trägt.
Eine Geldordnung konzipieren, die Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellt, die Selbstvermehrung von Geldvermögen und damit die zerstörerische Spekulation unterbindet.
Den Europäischen Gedanken auf Basis einer vom Kapitalismus befreiten Marktwirtschaft neu gestalten und ihm eine neue Chance geben.
Noch können wir eingreifen und neu gestalten. Doch allzu lange bleibt dieses Zeitfenster nicht geöffnet. In Fragen der Ordnungspolitik braucht es jetzt die Mentalität der Deutschen, mit ihrer Tatkraft und der Uhr im Auge.
Frank Rieger, Informatiker und Sprecher des Chaos Computer Club interviewt in der Samstagsausgabe der FAZ den amerikanischen Thriller-Autor Daniel Suarez.
Daniel Suarez (bei Wikipedia)
Sein neues, ab morgen erhältliches Buch heißt "Darknet" und einer der ersten Rezensenten bei Amazon schreibt unter anderem:
"… Ich empfehle diese Buch nicht nur für Technik-Begeisterte sondern auch für Jeden, der unser jetziges Wirtschaftssystem nicht als "alternativlos" empfindet. "
Das macht das Buch natürlich interessant und erst Recht die Sätze aus dem FAZ-Interview, die ich mir erlaube hier zu zitieren:
Rieger:
[...] Sehen Sie einen Ausweg aus dieser Dehumanisierungstendenz, außer den völligen Zusammenbruch unserer Zivilisation? Gibt es eine vernünftige Regulierung, die verhindern könnte, dass Gesellschaft und Wirtschaft die Grenze zwischen gesunder Schlankheit und krankhafter Magersucht noch weiter überschreiten?
Suarez: Ich sehe einen Weg, der den Zusammenbruch verhindern könnte, aber die etablierten Interessen werden nur widerwillig den Sprung zu einer weniger effizienten, aber widerstandsfähigeren Gesellschaft mitmachen. Selbst wenn die Vorstände der multinationalen Unternehmen die Risiken allzu schlanker Unternehmensstrukturen erkennen sollten, dürfte die Börse sie strafen, falls sie sich vom Ziel der Hypereffizienz verabschiedeten. Anleger würden sie verklagen und die Aufsichtsräte würden sie aus den Führungsetagen verbannen, bevor ein sinnvoller Wandel eingesetzt hätte.
Die Initiative muss daher vielmehr aus dem Volk kommen – und dabei denke ich nicht an Proteste und Demonstrationen, sondern an den Aufbau und die Erprobung neuer Wirtschaftsformen, digitaler Währungen, Augmented Reality und vermaschte Open-Source-Netzwerke, die eine neue Ökonomie und damit ein soziales Geflecht schaffen, das die etablierten Mächte samt ihren selbsternannten Torwächtern und Lobbyisten eher umginge als stürzte. Solch ein System würde zunächst nur in embryonaler Form geschaffen. Es zöge immer mehr Anhänger an, die aus der bestehenden Ökonomie herausgefallen sind, und setzte sich schließlich durch, wenn eine kritische Masse sich dem neuen System angeschlossen hätte. Man könnte sich auch eine Übergangsphase vorstellen, in der die Menschen mit einem Bein in der alten und mit dem anderen in der neuen Ökonomie stünden, so dass der Übergang nicht so abrupt ausfiele. Man stelle sich nur einmal vor, wie viele gut ausgebildete Menschen es gibt, die gerne einen Neuanfang in einer Welt wagten, in der ihre Schulden – die Erbsünde der freien Märkte – getilgt wären. Entscheidend ist, dass die Verantwortung für Aufbau und Erhaltung der Netzwerkknoten bei einzelnen Gemeinschaften liegt. Für die vernünftige Regulierung sorgt dann eine Gesellschaft, deren Bürger die physische Kontrolle über ihre Infrastrukturnetze ausüben.
Da scheint ein Autor zu sein, der nicht nur über ausgezeichnete Kenntnisse aus der Welt der elektronischen Vernetzung mitbringt (Suarez arbeitete als Softwareentwickler und Systemberater), sondern der auch Visionen für fundamentale Systemänderungen in wirtschaftlichen und politischen Fragen thematisiert.
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 7. September, 2009
Kimberley Ellis und Raphael Mutter erstellen in Tahiti eine Machbarkeiststudie zu Umweltfragen, die in dem Roman "Das Tahiti-Projekt" aufgeworfen wurden.
Kimberley schreibt ihre Erlebnisse auf beeindruckende Art und Weise (in Englisch)
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 28. April, 2009
Der Einfluss des Harvard Professors Greg Mankiw scheint groß genug, um Einfluss auf die FED auszuüben. Nachdem die New York Times Greg Mankiws Vorschlag der negativen Zinsen groß aufgemacht hat, wird dieser Vorschlag mittlerweile weltweit diskutiert.
Mankiw selbst gibt an, dass selten ein Vorschlag von ihm zu einer derartigen Welle von Kommentaren geführt hat.
Tobias Bayer schreibt heute in der FTD darüber und erläutert anschaulich den Weg, der eingeschlagen werden muss, um auch bei negativen Zinsraten noch zu einem steten Geldumlauf zu kommen.
Einleitend schreibt Bayer gar, dass die FED in einer internen Analyse einen Zinssatz von minus fünf Prozent für angemessen hält. Woher diese Information genau stammt, geht allerdings aus dem Beitrag nicht hervor.
Ein wichtiger Schritt ist durch Mankiws Vorstoß auf jeden Fall gelungen. Es ist Bewegung in die Diskussion um Lösungen im Kampf gegen das Krisenhafte im System gekommen. Bewegung, die es erlauben wird, auch in Dimensionen außerhalb der bestehenden Lehrmeinungen zu denken.
Genau das ist es, was wir jetzt so dringend brauchen.
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 23. Januar, 2009
In regelmäßigen Abständen werden die Ergebnisse der Statistiker zur Verteilung und Entwicklung von Vermögen und Armut präsentiert. Seit Jahren ist das Ergebnis der sich abzeichnenden Entwicklung gleich: die Schere öffnet sich immer weiter. Einem wachsenden Heer von Habenichtsen steht eine geringe Zahl von Superreichen gegenüber. Letztere schaffen es mit ihren Vermögenszuwächsen gar, das durchschnittliche Gesamtvermögen jedes einzelnen in der Bevölkerung zu steigern.
Für Jemanden, der diese Statistiken mal so eben überfliegt ergibt sich das Gesamtbild einer immer vermögender werdenden Gesellschaft. Die großen Medien haben zu dieser Fehleinschätzung einer gefährlichen gesellschaftlichen Entwicklung stets ihr Scherflein beigetragen, weil sie weder die dahinter stehende Brisanz tiefer gehend erforscht und darüber berichtet haben, noch mögliche Auswege thematisieren.
Der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung DIW (PDF-Datei) aus Berlin ist einmal mehr alarmierend. Unter der Überschrift "Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland" wird eine sehr ausführliche Analyse der derzeitigen Situation vorgelegt. Die Gefahren der weiter zu erwartenden Entwicklung werden dabei eher verharmlost und auf den Bereich der Altersarmut reduziert.
Wir haben es mit einer gesamtgesellschaftlich gesehen hochexplosiven Lageveränderung zu tun. Anfänglich war dieser Prozess eher schleichend, doch die Geschwindigkeit der Spaltung der Gesellschaft steigt unerbittlich. Wir haben längst jenen Zeitpunkt hinter uns, an dem dieser Prozess noch durch eine staatliche "Abschöpfung" und Rückverteilung hätte gemildert werden können. Abgesehen davon, dass es für eine solche Politik an einer starken und zeitgemäßen linken "Flanke" mangelt. Die Lobbies des Geldadels sitzen fest im Sattel einer Kavallerie um das Politikschloss der etablierten Parteien und bilden einen undurchdringlichen Schutzring.
So dringend nötig ein Politikwechsel um 180 Grad zwingend wird, so weit scheint er in Ermangelung der Kenntnis von Lösungen aus diesem Dilemma entfernt zu liegen. Dabei sind die Wege zu den Lösungen aufgezeigt. Die Erkenntnis der wahren Ursachen wären der erste Schritt. Diesbezüglich hat Helmut Creutz Wertvolles geleistet. Diese Erkenntnis bildet den Ansatzpunkt für die weiteren Schritte, die es einzuleiten gilt, wenn uns nachhaltige und humane Gemeinwesen am Herzen liegen.
Die Aufhebung der Wirkung der zinsbedingten Umverteilung von Arm zu Reich muss garantiert von politischen und steuerlichen Maßnahmen zur Anpassung der bereits entstandenen Ungleichgewichte begleitet werden, wie es Weissgarnix im Zusammenhang mit der Erbschaftssteuer fordert. (Ihm gebührt auch der Dank für die "Entdeckung" des DIW-Berichtes). Nichtsdestotrotz gibt es für eine Behandlung an der Wurzel des Problems keine Alternative. Das besonders, wenn wir uns bewusst machen, dass die großen Probleme der Finanz- und Wirtschaftskrise eben auch direkt mit den explodierenden Geldvermögen zu tun haben.
Aktuelle Ausgabe
FEEDS ABONNIEREN
Weitersagen
Wichtige Information
Einige PDF-Dokumente aus unserem Zeitschriftenarchiv können nun von unserem E-Mail-Service "kindle [at] humane-wirtschaft.de" direkt an Ihre Kindle-Adresse geschickt werden. Sie erkennen diese an dem Eingabefeld im oberen Teil des Artikels.
Um diesen Dienst zu nutzen muss diese E-Mail-Adresse einmal in Ihrer Liste für genehmigte persönliche
Dokumente angegeben werden. Ersetzen Sie das [at] hierfür mit dem @ - Zeichen. Details dazu finden Sie unter Ihren Kindle-Einstellungen bei Amazon (kindle.com). Tragen Sie dann noch ihre Kindle-ID ein und drücken Sie den Versandknopf und ab geht die Post. Ihre Kindle-ID wird von uns nicht gespeichert. Wir senden niemals Material unaufgefordert zu. Sollten Sie von dieser E-Mailadresse unaufgefordert Inhalte bekommen, teilen Sie uns dies umgehend mit.