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Beitrag von Webmaster HW, vom 22. Dezember, 2010
 Willkommen auf unserer Webseite.
„Wissen, Einsicht oder Erkenntnisse bringen kaum Lebensfreude, wenn sie nicht mit anderen geteilt werden können.“ Das ist nur ein Motto für unsere Webseiten. Initiative ergreifen, mitmachen, sich einbringen und die Welt von Morgen gestalten, das ist jetzt gefragt. Dazu haben wir die Zeitschrift HUMANE WIRTSCHAFT, neben der gedruckten Ausgabe mit diesem Webauftritt ergänzt. Wir stellen Ihnen zu dem brisanten Thema Wirtschaft im Allgemeinen und Geldsystem im Besonderen eine Plattform zur Verfügung, mit der Sie einfach und schnell Informationen sammeln, neueste Entwicklungen verfolgen und auch Ihre Meinung kundtun können.
„Wir müssen mehr werden…“ hat der Referent Steffen Henke auf unserer Jahresfeier 2010 im Rahmen seines Vortrages so richtig gesagt. Nehmen Sie daran teil! Die HUMANE WIRTSCHAFT ist werbefrei. Spenden,
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 1. Februar, 2012
“Freddie Mac wettet gegen die eigenen Kunden” Es mutet wie ein Treppenwitz an, ist aber für die aktuell Betroffenen bitterer Ernst. Nachdem vor 2008 der US-Immobilienmarkt von allzu lascher Handhabung bei der Ausreichung von Immobilienkrediten geprägt war, schlug dieses Pendel nach 2008 in die andere Richtung aus. Mit fatalen Folgen, wie sich immer öfter zeigt.
Das staatseigene Hypotheken-Unternehmen “Freddie Mac” wurde 2009 durch massives Eingreifen vor allem der FED vor dem Zusammenbruch gerettet. Freddie Mac nahm die für sie vorgesehene Aufgabe, “die Chancen für Wohneigentum aller Amerikaner zu verbessern”, so ernst, dass sie offenbar alle in Europa und Deutschland bekannten “Sicherheitsmaßnahmen” im Zusammenhang mit der Vergabe von Krediten missachteten und der Krise, die uns bis heute begleitet, den Ausbruch bescherte.
Ohne exponentielles Wachstum der weltweiten Geldvermögen, wäre das so wenig möglich gewesen, wie ohne die Kreativität der “Verpackungskünstler” am internationalen Finanzmarkt, die es verstanden auch die faulsten Kredite in glitzernde und vermeintlich renditeträchtige Papiere zu hüllen, die vor allem in Europa reissenden Absatz fanden. So weit so gut. Das ist Schnee von gestern.
Doch die Geschichte geht natürlich weiter. Neben dem Staat, der die beiden Immobilienfinanzierer (Fannie Mae und Freddie Mac) mit rund 169 Milliarden US-Dollar gestützt hat, war es vor allem die FED, die ab 2009 begonnen hat, den “toxischen Schlamm” aus den Bilanzen der beiden aufzukaufen. Was das für die Bilanz der FED bedeutete zeigt sich in der Grafik der New York Times von 2010 sehr schön. Demnach schlummern in der FED-Bilanz bereits Billionen”werte”, die von Fannie Mae und Freddie Mac stammen.
Heute geht es Freddie Mac offenbar wieder so gut, dass sie es sich leisten können, Wetten gegen die eigenen Kunden abzuschließen. Der nach wie vor staatseigene Betrieb schließt sie in großem Stil auf dem Kapitalmarkt ab. Dabei setzt das Unternehmen darauf, dass seine eigenen Kunden ihre Kredite nicht mehr bedienen können! Nach Recherchen zweier unabhängiger, gemeinnütziger US-Nachrichtendienste geht es bei diesen Spekulationen um Milliardenbeträge.
Die jetzt restriktiven Anforderungen an alte und neue Immobilien-Kreditnehmer führen logischerweise zu zunehmenden Zahlungsschwierigkeiten bei den Betroffenen. Dieses Risiko wird durch Wetten auf dieses zwangsläufig eintretende Ereignis ausgeglichen. Und das von einem staatlichen Unternehmen, das durch den Staat gerettet werden musste, indem man die Anleger (die oberen 1%) auf Kosten der Steuerzahler schadlos gehalten hatte.
Einmal mehr wurden die Geldvermögen gerettet und die Schulden und der dazugehörige Kapitaldienst zu den Steuerzahlern verlagert.
Diese Art der Rettung hat sich mittlerweile international etabliert. In Europa kennt man auch nichts anderes.
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 15. Januar, 2012
 Das ist das Thema der “Mündener Gespräche” von 16. bis 18. März 2012 in der Reinhardswaldschule in Fuldatal (Simmershausen). Gleich zwei Jubiläen werden dabei gefeiert. Es handelt sich nämlich um die 50. Mündener Gespräche und Anlass ist der 150. Geburtstag des Sozialreformers Silvio Gesell, der auf den 17. März fällt.
Sein Hauptwerk “Die Natürliche Wirtschaftsordnung” enthält einen bis heute nicht gehobenen “Schatz” und äußerst wertvolle Lösungsvorschläge für die Krise, in der wir mittendrin stecken. Entsprechend spannend und zeitgemäß besetzt ist diese Tagung.
Das Programm als PDF.
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
„Der Versuch, die Geldmenge zu definieren, treibt akribische Experten an den Rand der Verzweiflung. Denn es gibt keine klare Trennungslinie im Kaleidoskop der Anlagen, die es ermöglichen würde, genau den Punkt festzulegen, an dem sich Geld von anderen Anlagen scheidet. Die genaue Definition „der“ Geldmenge ist ebenso eine Frage des Geschmacks wie der wissenschaftlichen Notwendigkeit… Nur das Währungssystem hat mehr Menschen um den Verstand gebracht als die Liebe“. Bereits dieses Eingangszitat aus einem weltweit verbreiteten führenden Lehrbuch der Wirtschaftswissenschaften zeigt, in welchem Grad der Verwirrung sich die Wirtschaftswissenschaft in Sachen Geld, Geldmenge und damit auch der Geldschöpfung seit Jahrzehnten befindet. Doch statt endlich „den Punkt festzulegen, an dem sich Geld von anderen Anlagen scheidet“, werden wir mit ständig neuen und oft abenteuerlicher Verknüpfungen der Bankentätigkeit mit Geldschöpfungen versorgt und die Verwirrungen weiter variiert! Darum hier ein Versuch zur Klärung. . . . → Mehr dazu: Geldschöpfungen der Banken – Realität oder Theorie? – Helmut Creutz
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
 Die Webseite des „Bund der Steuerzahler“ ist eine wichtige Anlaufstelle, um den aktuellen Schuldenstand des deutschen Staates zu erfahren (www.steuerzahler.de). Am 15. 12. 2011 sehen wir dort, dass zum Jahresende der Schuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden bei 2.030.000.000.000,- € liegen wird (2 Billionen und 30 Milliarden Euro). In Zeiten, in denen ernsthaft darüber gesprochen wird, diese Schulden einmal wieder zurückzuzahlen, macht auch der Bund der Steuerzahler eine Rechnung auf. Zitat: “Würden ab sofort keine Schulden mehr aufgenommen und würde die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet, neben allen anderen Ausgaben für Personal, Investitionen, Sozialleistungen, Zinsen etc. jeden Monat auch eine Milliarde Euro an Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess 169 Jahre lang andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen.” . . . → Mehr dazu: In 169 Jahren keine Staatsschulden mehr? – Andreas Bangemann
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Auf gierige Manager zu schimpfen und Banker per se zu verdammen, wie es dieser Tage gern geschieht, ist tendenziös und geht am eigentlichen Thema völlig vorbei. Objektiv betrachtet, sind weder Banker noch Manager hauptverantwortlich für die aktuelle Krise. „Die Kritik an Nutznießern des Systems überdeckt den eigentlichen Systemfehler“, betonte Andreas Bangemann, Chefredakteur der HUMANEN WIRTSCHAFT, zum Auftakt der Jahresfeier „Humane Wirtschaft 2011“ in der Wuppertaler Silvio-Gesell-Tagungsstätte. . . . → Mehr dazu: „Wir müssen sichtbar werden!“ – Pat Christ
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Seit gefühlten 100 Jahren erklären uns alle Experten, wie schlecht ständig wachsende Staatsschulden für uns und vor allem „die nachfolgenden Generationen“ sind. Als 1979 Franz Josef Strauß in einer legendären Bundestagssitzung den Abgeordneten die aus heutiger Sicht geradezu lächerliche Staatsverschuldung von 33 Milliarden D-Mark in seiner unnachahmlichen Rhetorik zum höchsten Berg Deutschlands auftürmte, wenn man ihn in 1.000-Mark-Scheinen übereinander legen würde (3.500 Meter), war ich gerade mal 22 Jahre alt und wohl jene Generation, die er gemeint haben könnte, wenn er von einer zukünftigen sprach. Die Summe der damaligen Staatsschulden würden wir heute an einem Sonntag im Klingelbeutel in den Kirchen einsammeln. . . . → Mehr dazu: Unwort des Jahres 2011: „Schuldenbremse“ – Andreas Bangemann
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
 Professor Margrit Kennedy schenkt der Occupy-Bewegung und allen, die schon bald dazugehören wollen, das, wofür einzusetzen sich lohnt: Die Erkenntnisse, wie das zukünftige Geldsystem und damit Wirtschaft und Gesellschaft beschaffen sein sollten. Der Titel ihres neuesten Buches lautet „Occupy Money – Damit wir zukünftig alle die Gewinner sind“. . . . → Mehr dazu: Margrit Kennedy: „Occupy Money“ – Buchbesprechung von Andreas Bangemann
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihre Fragen, Anregungen oder persönliche Meinungen. Bitte fassen Sie sich kurz, um so wahrscheinlicher wird die Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe ohne Rücksprache zu kürzen. . . . → Mehr dazu: Leserbriefe – 06/2011
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
„Bei der üblichen Berechnung (der Geldmenge) addiert man die Menge des Bargeldes zu dem, was die Menschen auf ihren Bankkonten und ihren Sparbüchern haben. Dann stellt man fest, dass das immer weiter wächst, dass der Reichtum ständig zunimmt. Dabei vergisst man, dass Bargeld und Buchgeld etwas fundamental Verschiedenes sind.“ Dass Begriffe das Begreifen erleichtern sollen, besagt eigentlich schon ihr Name. Bezogen auf das Geld hat man jedoch häufig den Eindruck, dass man dieses Begreifen durch Verwirrungen der Begriffe oft unnötig erschwert. Um die Vielzahl dieser Begriffe rund ums Geld sowie ihre Zusammensetzungen und Größen anschaulicher und unterscheidbarer zu machen, werden sie in der Darstellung 1 mit ihren Bezeichnungen, Bestandteilen und nominellen Eurowerten vergleichbar nebeneinander gestellt, ausgehend von dem Zahlenmaterial der Bundesbank und bezogen auf die Jahres-Endbestände in Deutschland 2010. . . . → Mehr dazu: Geldbezogene Begriffe, Größen und Kreisläufe – Helmut Creutz
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Margrit Kennedy hat zu einem Arbeitstreffen „Grundeinkommen und neues Geld“ im August nach Steyerberg eingeladen. „Den Zusammenhang zwischen diesen beiden Themen sehen wir seit längerer Zeit, aber noch entwickeln wir die Argumente für das eine und das andere Thema getrennt. Dabei könnten sehr wahrscheinlich beide davon profitieren, wenn sie im inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang betrachtet und miteinander verknüpft werden. Wären sie damit auch besser umzusetzen? Diesen Fragestellungen wollen wir nachgehen.“ . . . → Mehr dazu: Grundeinkommen und Neues Geld – Susanne Wiest
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Mit einem emotionalen und faktenreichen Vortrag war Prof. Wolfgang Berger aus Karlsruhe einer der Garanten für eine ganz außergewöhnliche Veranstaltung zum Thema „Gesellschaft im Wandel – Wirtschaft neu definiert“. Andreas Popp, der Kopf hinter der „Wissensmanufaktur“ im niedersächsischen Schweringen hatte geladen und Pia M. Kästner, die Leiterin und Managerin des Instituts, hat mit ausgezeichneter Organisationsarbeit maßgeblich zum vollen Erfolg dieses für viele Teilnehmer „unvergesslichen Tages“ beigetragen. . . . → Mehr dazu: „Geld ist die wichtigste Infrastruktur“ – Andreas Bangemann
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Fragen wir heute Menschen auf der Straße nach der Grundlage und den Motiven unseres Wirtschaftens, dann wird in aller Regel die Antwort lauten, das ist das Kapital. In den Köpfen der meisten unserer Zeitgenossen ist also das Geld das alles bestimmende Element. Markant und knapp brachte es unlängst Sam Palmisano, CEO der großen IBM mit seiner „Roadmap to 2015“ zum Ausdruck: „Earnings to double“, lautete seine Botschaft. Die gesamte IBM-Mannschaft weltweit arbeitet also für eine Verdopplung des Geldeinkommens, der Renditen der Anteilseigner. Das ist heute die Regel. Ist das human? . . . → Mehr dazu: Humane Wirtschaft – Anselm Stieber
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Für die einen ist es Bedingung für Wohlstand, für die anderen zerstört es die Umwelt: das Wirtschaftswachstum. Was haben Wohlstand und Umweltzerstörung tatsächlich mit dem Wachstum zu tun? Die Antwort ist ganz einfach, mag aber manchen verblüffen: überhaupt nichts. . . . → Mehr dazu: Der Streit um das Wachstum – Walter Hanschitz-Jandl
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Die Iren können mit einem Kuriosum in Sachen Crash und Krisenbewältigung aufwarten, als Banken wegen Streiks monatelang geschlossen wurden, sprangen Pubs und Geschäfte ein. . . . → Mehr dazu: Irland – eine Insel ohne Banken – Daniela Rom
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
0,05 Prozent, soviel sollen Finanztitelhändler nach dem Willen der Kampagne „Steuer gegen Armut“ künftig für Transaktionen aufwenden. 66.000 Menschen unterschrieben die Kampagnenpetition inzwischen. Bis zu 100.000 Unterschriften will die Evangelische Landeskirche Bayern für eine weitere Petition an den G20- Gipfel im November sammeln. Viel Power wird also mobilisiert. Dennoch bleibt die Forderung umstritten: Wie sinnvoll und gut ist eine Steuer auf finanzielle Transaktionen, die per se sinnlos und schlecht sind? . . . → Mehr dazu: Kann es Gutes im Schlechten geben? – Pat Christ
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Angesichts der zunehmenden Ökonomisierung unseres Lebens kann es der Wirtschaftslehre nicht mehr selbstgenügsam – wie bei Doktor Heinrich Faust – um die Erkenntnis gehen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Sie muss sich nach Zwecken richten, die ihr von Regierungen und Konzernen vorgegeben werden. Monetärer Gewinn ist der heilige Zweck; Wachstum das Mittel. . . . → Mehr dazu: Lohn des Wartens – Sylke Schröder
Beitrag von Webmaster HW, vom 4. Januar, 2012
Die Situation ist eindeutig: Die Euro-Zone droht zusammenzubrechen. Der Bruch wirbelt Staub auf, der aus zerbröselten Sparanlagen besteht, seien sie direkt entstanden aus privaten Einlagen auf dem schlichtem Sparbuch oder indirekt über Versicherungen, Aktien oder Investments. Angst geht um, weil erst jetzt vielen Sparern bewusst wird, dass bei einem Banken-Zusammenbruch auch auf die Spareinlagen zugegriffen werden könnte. Deshalb ist die Politik bemüht, die Banken mit neuen Regeln zu stabilisieren; wenn das nicht fruchtet, auch mit Finanzspritzen aus Steuermitteln. Ein solches Vorgehen hat bei den Milliardensummen Auswirkungen auf den Bundeshaushalt, was einem Vabanquespiel gleicht. . . . → Mehr dazu: Krisen überwinden – Lösungen finden – Kommentar von Wilhelm Schmülling
Beitrag von Webmaster HW, vom 10. Dezember, 2011
 Die Melanchthon-Akademie in Köln hat ihre Jahresschrift “Rheinreden 2011″ herausgebracht. Themenschwerpunkt: “Zu einem besseren Verständnis der Wirtschaftskrisen 2008 – 2011 – Aufgaben der Bildungsarbeit”. Für 5.-€ bietet die Broschüre auf 108 Seiten Informationen, denen man große Verbreitung wünschen würde. Auf in den Shop und dann, schön verpackt, ab damit unter den Weihnachtsbaum…
RheinReden 2011
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 5. Dezember, 2011
 Während über die Parteitage der “Etablierten” nüchtern und meist ergebnisorientiert berichtet wird, reizt der Bundesparteitag der Piratenpartei die großen Medien zu flankierenden Maßnahmen, welche die derzeit erfolgreichste „Splitterpartei“ in ein eher schlechtes Licht rücken. Die “Tagesschau” bringt dabei die eher unbekannte Politologin Katja Kullmann in Position, um Äußerungen, wie
„Ich würde mir wünschen, dass wieder soziale Standpunkte bezogen werden“ oder
„Ich wünsche mir große, starke, verlässliche Parteien. Eigentlich wünsche ich mir sogar die Rückkehr der Volkspartei statt lauter kleiner Klientel-Parteien.“
als Gegenposition zu den politischen Emporkömmlingen aufzubauen, denen man eher Neoliberalismus unterstellt, als ein soziales Gewissen. Den Beweis liefert Frau Kullmann gleich mit, denn sie hat gezählt, dass im Parteiprogramm der Piraten „acht- oder neunmal“ das Wort „individuell“ und nur einmal „solidarisch“ vorkommt.
„Die“ Volkspartei von Frau Kullmann findet sich demnach irgendwo links der Mitte. Dort wo „Solidarität“ als Hülsenfrucht reichlich in Parteiprogrammen und offiziellen Verlautbarungen ausgesät wird. Wenn Helmut Schmidt beim SPD-Parteitag mit „Europa braucht ein mitfühlendes Herz“ um europäische Solidarität wirbt, dann muss das bei den „Opfern“ der SPD-Hartz-IV-Reformen wie Hohn in deren Ohren klingen. Um das Erfrischende an den Piraten zu erkennen, braucht es Menschen, die bereit sind, zunächst einmal alles in Frage zu stellen und auf seinen Zukunftswert hin zu beurteilen. Die Tatsache, dass die Piraten noch kein festgeschriebenes Wirtschaftsprogramm haben und statt dessen auf die innerparteilichen Findungs- und Entwicklungsprozesse hinweisen, macht sie nur noch sympathischer. Während die etablierten Parteien von ihren Wirtschaftsprogrammen auch dann nicht abrücken, wenn um sie herum das Wirtschafts- und Sozialgefüge in sich zusammenfällt, halten sich die Piraten in dieser Frage noch alles offen. Das birgt die große Chance, dass sie 2013 mit echten Alternativen zu Fragen des Geldsystems antreten können. Auf zukünftige „Volksparteien“ mit viel „solidarisch“ im Programm, aber wenig Substanz in den wichtigen Fragen der jetzigen Wirtschaftskrise können wir und alle zukünftigen Generationen geflissentlich verzichten. Ob es die Piraten oder andere junge Parteien letztlich sind, die mit Alternativen aufwarten, die diesen Namen verdienen sei dahingestellt. Alleine die Tatsache, dass den Etablierten ihre „TINA“ um die Ohren gehauen wird, ist schon ein Segen. Auch wenn „Katja“ das nicht wahrhaben will.
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 4. Dezember, 2011
 Diese Frage ist eigentlich ein wunderbarer Ansatz, um den Dingen auf die Spur zu kommen, die uns ganz aktuell aus der Bahn zu werfen scheinen. Professor Michael Hudson von der Universität von Missouri ist dieser Frage am 2.12.2012 im Feuilleton der FAZ nachgegangen und liefert einen sehr lesenswerten Beitrag ab.
Er erzählt eine wunderbare, erhellende Geschichte von Schulden. Dennoch, am Ende bleibt der fade Geschmack, dass Schulden per se etwas Schlechtes sind, die entweder erst gar nicht entstehen oder regelmäßig erlassen werden sollten. Letzteres ist unter Umständen ein, wenn auch nicht neuer, aber dennoch guter Gedanke. Ersteres zweifelhaft, da es auch in kooperativen Gesellschaften in naher Zukunft kaum aus der Welt zu schaffen sein wird, dass Menschen “vorleisten” müssen. Kooperation und das entstehen von Schuldverhältnissen – oder sagen wir besser Kreditverhältnissen, denn das lateinische “credo” kommt der Wahrheit schon sehr nahe – sind Dinge die zusammen gehören. In dem Text von Prof. Hudson kommt nicht zum Ausdruck, dass wir es mit einem Fehler im System zu tun haben, der Schulden letztlich zu unebzahlbaren macht. Wenn Geldvermögen von selbst und Schulden zwangsläufig mitwachsen, dann müssen wir den Gesetzmäßigkeiten auf die Spur kommen, die dieses unendliche Wachstum hervorrufen und nicht das völlig normale Entstehen von Kreditverhältnissen an den Pranger stellen. In der jetzigen “Spätphase” des Kapitalismus machen Schuldenerlasse zur Abschwächung der entstandenen Ungleichverhältnisse ihren Sinn. Um derlei Verhältnisse danach (nach dem “Neustart”) aber nicht wieder entstehen zu lassen, braucht es ein Geldsystem, das es unmöglich macht, Geld mit Geld zu verdienen.
Beitrag von Webmaster HW, vom 3. Dezember, 2011
 Die Erkenntnisse der „Natürlichen Wirtschaftsordnung“, dem Hauptwerk Silvio Gesells, sind durch den wachsenden Leidensdruck, der über die Finanzmärkte immer stärker auf alle Menschen einwirkt, aktueller denn je. . . . → Mehr dazu: 150. Geburtstag des Sozialreformers Silvio Gesell
Beitrag von Webmaster HW, vom 29. November, 2011
In Essen findet jeden 2. Dienstag im Monat ein Treffen der Leser der HUMANEN WIRTSCHAFT statt. Zum Jahresabschluss 2011 wird es am 13.12. ein ganz besonderes Erlebnis geben. Das Hinterhoftheater SAGO unter der Leitung von Isabel Sandig und Ralf Gottesleben hat sich einen Chansonabend ausgedacht, der sich szenisch und musikalisch der Finanzwelt widmet. Ein kultureller und kulinarischer Schmaus zum Jahresausklang. Treffpunkt ist die Katharinenstr. 14 in Essen um 17 Uhr. Start des Liederabends ist um 17:30 Uhr im Hinterhoftheater SAGO in der Reginenstr. 12 in Essen-Rüttenscheid. Weitere Informationen siehe hier: Geld regiert die Welt – SAGO
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
 In gesättigten und inflationsfreien Marktlagen kann es damit – wie hier dargestellt – selbst im langfristigen Bereich zu Absenkungen der Guthabenzinsen gegen null kommen, während dies bei den kürzerfristige Einlagen schon vorher der Fall ist. Das heißt, die oft hinterfragte Umlaufsicherung für die Sichtguthaben ergibt sich automatisch. . . . → Mehr dazu: Die Wirkung der Geldumlaufsicherung auf die Zinssätze – Helmut Creutz
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
 Noch ist sie nicht rechtlich fixiert. Doch zwei von drei Hürden sind inzwischen genommen. Nachdem sich das Europaparlament am 8. März dieses Jahres für eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat, stimmte auch die Europäische Kommission Ende September der Einführung dieser Steuer im Jahr 2014 zu. Nun muss noch der Europäische Rat entscheiden, ob und, wenn ja, in welchem Maße er den Finanzsektor an der Bewältigung der Kosten der globalen Krisen beteiligen will. . . . → Mehr dazu: Klitzekleiner Geldregen – Pat Christ
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
 In loser Folge erscheinen hier aktuelle Informationen zum Geschehen rund um unser Thema. Dies ist eine Sammlung von Inhalten und Ereignissen, die unsere Redaktion für wissenswert erachtet. Es wird keine Bewertung abgegeben und auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, das überlassen wir denen, die sich mit dem „Ausdrucken des Internets“ beschäftigen. . . . → Mehr dazu: (Hu)manigfaltiges – Kurznachrichten und Hinweise – 06-2011
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
Ein Nachwort auf: „Die Finanzwelt auf der Titanic: Tanzen solange die Musik spielt“ Die Resonanz auf seinen Titanic-Artikel in Heft 05/2011 der HUMANEN WIRTSCHAFT (Tanzen solange die Musik spielt) war so gewaltig, dass Prof. Dr. Wolfgang Berger erschrocken ist. Warum sagt er hier. . . . → Mehr dazu: Wer die Menschen hasst, wird das Geld lieben – Wolfgang Berger
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
 Ein nationales Zahlungsmittel parallel zum Euro!? Griechenland braucht Regiogeld, um die regionale Wirtschaft zusätzlich anzutreiben – ohne neue Auslandsschulden und ohne ausländische Zuschüsse. Mehr Umsätze durch ein umlaufgesichertes Regiogeld würden zu mehr Beschäftigung, weniger Sozialausgaben und mehr Steuereinnahmen führen. . . . → Mehr dazu: Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. November, 2011
 Mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der zunächst mit rund 700 Milliarden Euro ausgestattet wurde, soll die Schuldenkrise in Europa beherrscht und den Finanzmärkten die Kraft politischer Handlungsfähigkeit gezeigt werden. Direkt kommen auf jeden Einwohner in Deutschland rund 1.500 € Belastung zu. Ein griechischer Einwohner hält mit rund 1.100 € zusätzlich zu bedienender Staatsschulden jenen Rettungsschirm, der angeblich für ihn aufgespannt wurde. . . . → Mehr dazu: Editorial: Von Schirmchen und Paketen – Andreas Bangemann
Beitrag von Andreas Bangemann, vom 29. Oktober, 2011
Die Tagesschau will herausfinden, wie die Menschen die Arbeit der Regierung in Schulnoten einschätzen.
Absolut nicht repräsentativ, versteht sich:
Da kann man nicht mehr von „versetzungsgefährdet“ sprechen.
Das ist „chancenlos“.
Posted via email from HUMANE-WIRTSCHAFT
Beitrag von Webmaster HW, vom 24. Oktober, 2011
 Mr. Sam Zherka betreibt den Herren-Club „Flash Dancers – A Gentlemen’s Club“ in Chelsea, Manhattan, nicht weit von der Wall Street. Sein neues „Premiumprodukt“, ein „lap dance package“ (ein Tanz auf dem Schoß) kostet $ 1.000 und wird überwiegend von Wall Street Brokern nachgefragt. . . . → Mehr dazu: Tanzen solange die Musik spielt – Wolfgang Berger
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