HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Geld oder Leben 0

Geld oder Leben

Der Film „Geld oder Leben“ nähert sich einem bis­lang kaum beach­te­ten Zusam­men­hang – unser welt­weit herr­schen­des Finanz­sys­tem folgt Regeln, die in ihrer letz­ten Kon­se­quenz unser Leben  nega­tiv beein­flus­sen: sta­gnie­rende Lohn­ent­wick­lung, stei­gende Teue­rung der Lebens­grund­la­gen, Umver­tei­lung von Ver­mö­gen zuguns­ten der Besit­zen­den, Infla­tion, Defla­tion, Massen-Entlassungen, Ban­ken­plei­ten, Staats­bank­rotte, Natur­zer­stö­rung in wach­sen­dem Umfang und Hun­ger­ka­ta­stro­phen.     Der Film macht den Zusam­men­hang von expo­nen­ti­el­ler Zins­dy­na­mik und deren real­wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen klar ohne dabei in die Tiefe der Wis­sen­schaft ein­drin­gen zu wol­len und geht das Thema aus der Per­spek­tive des „Unwis­sen­den Nor­mal­bür­ger“ an. Im Grunde beschreibt er ein Aha-Erlebnis, das jeder nach­voll­zie­hen kann: Wenn bestimmte Miss­stände unse­rer Zeit…

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Die Welt aus den Fugen?

Kli­ma­ka­ta­stro­phe – Flücht­lings­elend – Kriege über­all Drei Tagun­gen des Semi­nars für frei­heit­li­che Ord­nung in Bad Boll In letz­ter Zeit hat es die Mensch­heit in stei­gen­dem Maße mit Pro­ble­men zu tun, die den Rah­men ein­zel­staat­li­cher Lösungs­mög­lich­kei­ten weit über­stei­gen: her­vor­ge­ho­ben seien das immer drän­gen­der wer­dende Kli­ma­pro­blem, das die Erde als ganze und die ganze Mensch­heit betrifft die Kriege, die große Teile der Erde dau­er­haft mit Gewalt über­zie­hen und zwangs­läu­fig und nicht erst als Stell­ver­tre­ter­kriege den Rah­men ein­zel­staat­li­cher Lösun­gen spren­gen, und die von Umwelt­pro­ble­men und Krie­gen her­vor­ge­ru­fe­nen Flücht­lings­ströme, die sowohl im Ver­hält­nis der auf­neh­men­den Staa­ten zuein­an­der als auch im Ver­hält­nis der Flücht­linge zu den Ansäs­si­gen Pro­bleme auf­wer­fen,…

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Termine 02/2016

Aktu­elle Ter­mine aus der bald erschei­nen­dend Aus­gabe 02/2016 Die Ter­mine 02/2016 – – – Homburg-Erbach, 4. und 5. März 2016 — Vor­trag und Work­shops mit Stef­fen Henke — Ver­an­stal­ter: „Egal war Ges­tern e. V.“ — Alle Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung unter: http://www.egal-war-gestern.de oder http://neuesgeld.net – – – Fuldatal-Simmershausen, 12. bis 13. März 2016 — „57. Mün­de­ner Gesprä­che” – Quo Vadis, Europa? u. a. mit Jörg Gude, Elke Schenk, Wer­ner Onken, Prof. Dr. Helge Peu­kert, Dr. Max Danz­mann, Eck­hard Beh­rens. Infos und Anmel­dung unter: http://www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de/de/muendener-gespraeche.html – – – Bad Boll, 9. bis 10. April 2016 und wei­tere Tagun­gen — „Kli­ma­po­li­tik und inter­na­tio­nale…

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Leser­briefe 01/2016

Wenn wir Leser­briefe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­briefe geben nicht die Mei­nung der Redak­tion wie­der. — Ohne Zin­sen — Das ein­zige, was die Mensch­heit wirk­lich braucht, ist ein Geld­sys­tem, das ohne Zin­sen funk­tio­niert. — Peter de Baer — — Jah­res­feier 2015 — Das war wie­der eine wun­der­bare Jah­res­ta­gung. Die The­men­aus­wahl hat mir gut gefal­len – viel­leicht war es ins­ge­samt nicht so span­nend wie im letz­ten Jahr. — Dafür war das Net­wor­king fas­zi­nie­rend. Beim Work­shop zur Geld­schöp­fung konn­ten auch drei Ban­ker an einem Tisch letzt­lich weder Geld­schöp­fung noch Min­dest­re­serve abschlie­ßend klä­ren. — Den­noch Erkennt­nis­ge­winn: Es gibt eben ver­schie­dene Buchungs­me­tho­den…

Was fehlt, wenn alles da ist? 0

Was fehlt, wenn alles da ist? – Buch­be­spre­chung von Hin­rich Ruy­ter

Warum das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men die rich­ti­gen Fra­gen stellt. — Buch­be­spre­chung von Hin­rich Ruy­ter — Ton­nen­weise gol­de­nes, ech­tes Geld fließt von einem Kip­per auf den Platz vor dem Ber­ner Bun­des­haus, bis­her nur auf dem Buch­co­ver. Das im Okto­ber 2015 erschie­nene Buch „Was fehlt, wenn alles da ist?“ bringt die zum Teil kon­tro­verse Dis­kus­sion um das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men wie­der ein gutes Stück voran. Daniel Häni und Phi­lip Kovce trei­ben mit ihren Fra­gen den Leser in die Tiefe des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens, weg von den ober­fläch­li­chen bekann­ten Stand­punk­ten. Schon der Titel ver­spricht ein bele­ben­des Ver­gnü­gen; man hört förm­lich den Bern-Baseler Dia­lekt her­aus. In den…

Kurznachrichten 0

Kurz­nach­rich­ten 01/2016 – Inter­es­san­tes

Die Redak­tion des Web­logs postwachstum.de mel­det: —- Nach den Kon­fe­ren­zen in Paris, Bar­ce­lona, Vene­dig und Leip­zig fin­det vom 30. August bis 3. Sep­tem­ber 2016 die bereits fünfte Inter­na­tio­nale Degrowth Kon­fe­renz unter dem Motto „Wal­king the mea­ningful great trans­for­ma­ti­ons“ in Buda­pest statt. Hier soll ins­be­son­dere an die The­men ange­knüpft wer­den, die sich auf der letz­ten Kon­fe­renz 2014 erge­ben haben. Die erkann­ten Her­aus­for­de­run­gen sol­len wei­ter theo­re­tisch behan­delt wer­den und neue prak­ti­sche Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den. Die Trans­for­ma­tion hin zu einer Post­wachs­tums­ge­sell­schaft soll dabei spe­zi­ell im real­po­li­ti­schen und –öko­no­mi­schen Kon­text von Zentral- und Ost­eu­ropa im 21. Jahr­hun­dert dis­ku­tiert wer­den. —- Die Orga­ni­sa­tion läuft auf…

http://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/kritik-an-sparte-7-des-staatstheaters-offener-brief-kritisiert-programm-des-staatstheaters_a_6,0,244785282.html 0

Das geht zu weit – Andreas Ban­ge­mann

Olden­bur­ger Staats­thea­ter – Kri­tik an expe­ri­men­tier­freu­di­gem „Welt­ret­tungs­pro­gramm“ — Wie „men­schen­ver­ach­tend“ sind die Anhän­ger Sil­vio Gesells? — Die „Sparte 7“ des Olden­bur­gi­schen Staats­thea­ters ver­schreibt sich nach eige­nem Bekun­den „dem Ideal einer Demo­kra­ti­sie­rung des Thea­ters“. Gren­zen zwi­schen den ein­zel­nen Thea­ter­dis­zi­pli­nen sol­len ebenso über­wun­den wer­den, wie zwi­schen den Men­schen auf, vor und hin­ter der Bühne. Für ein sol­ches Ansin­nen würde man vor allem Lob erwar­ten, doch das aktu­elle Pro­gramm „Post­kol­laps – Gemein­sam weni­ger errei­chen“ bringt elf Thea­ter­gän­ger auf die Bar­ri­ka­den. — Zitat aus der Pro­gramm­be­schrei­bung: „Unter die­sem The­men­schwer­punkt wol­len wir uns auf die Suche nach Alter­na­ti­ven zur Logik des per­ma­nen­ten Wachs­tums bege­ben. Denn dass…

© Original by S.Hofschlaeger / pixelio.de 130917 0

Brave new glo­ba­li­zed world! – Gero Jen­ner

Gren­zen­los wach­sen­der Reich­tum? —Pro: Vor zwei Jahr­hun­der­ten wurde die Welt selbst noch in ihren damals fort­schritt­lichs­ten Tei­len (Europa) von Hun­gers­nö­ten ver­heert, obwohl sie nur den sie­ben­ten Teil, also einen Bruch­teil, der heu­ti­gen Bevöl­ke­rung ernährte. Heute bie­tet sie mehr als der Hälfte der Mensch­heit einen Lebens­stan­dard, wie er in frü­he­ren Zei­ten nur einer hauch­dün­nen Elite zugäng­lich war. Am deut­lichs­ten lässt sich der gewal­tige mate­ri­elle Auf­schwung an der Ent­wick­lung Chi­nas able­sen. Nir­gendwo wurde in kür­zes­ter Zeit (inner­halb von vier Jahr­zehn­ten) so gro­ßer Reich­tum geschaf­fen, nir­gendwo sonst schie­ßen die Mil­li­ar­däre so zahl­reich aus dem Boden. Die Bür­ger wohl­ha­ben­der Staa­ten müs­sen sich nicht län­ger…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Ein ande­res Zukunfts­bild des Wirt­schaf­tens – Edi­to­rial

Ein ande­res Zukunfts­bild des Wirt­schaf­tens — Es ist genau 10 Jahre her. Anfang 2006 durfte ich Sie das erste Mal mit mei­nem Edi­to­rial begrü­ßen und das aktu­elle Heft der HUMANEN WIRTSCHAFT ein­lei­ten. In der dama­li­gen Aus­gabe befand sich auch ein klei­ner Hin­weis auf ein selt­sa­mes Finanz­pro­dukt, mit des­sen Hilfe in den USA Leute mit gerin­gem Ein­kom­men eine eigene Immo­bi­lie erwar­ben. Ja sogar Mit­tel­lose konn­ten hohe Kre­dite auf­neh­men, weil die aus­ge­ben­den Ban­ken von den Kre­dit­neh­mern 5 Jahre keine Til­gung und nicht die volle Zins­zah­lung erwar­te­ten. „Option ARM“ (Adjus­ta­ble Rate Mort­gage) hieß das Pro­dukt und ließ den Schuld­ner weit­ge­hend dar­über bestim­men, wie…

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Auswirkungen einer Geldreform

Ver­an­stal­tungs­hin­weis. Das “Semi­nar für Frei­heit­li­che Ord­nung” ver­fügt im schö­nen Bad Boll in Baden Würt­tem­berg über ein Tagungs­haus, über des­sen Tür die Worte “Schule der Frei­heit” pran­gen. In regel­mä­ßi­gen Abstän­den fin­den dort Ver­an­stal­tun­gen zu dem brei­ten The­men­spek­trum der “Fra­gen der Frei­heit” statt. Am 27. und 28. Februar geht es um die “Aus­wir­kun­gen einer Geld­re­form”. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Pro­gramm mit span­nen­dem Inhalt war­tet auf die Besu­cher. Hier geht es zum Pro­gramm als PDF-Datei. 

Schild zur SGT 0

Von der Knappheit in die Fülle – Veranstaltungshinweis

Unter die­sem LINK gibt es noch mehr Details.. „Von der Knapp­heit in die Fülle – ein ande­res Zukunfts­bild des Wirt­schaf­tens“ – Knapp­heit bestimmt unser Wirt­schaf­ten und zuneh­mend unser Füh­len, Den­ken und Han­deln. Viele natür­li­che Res­sour­cen sind tat­säch­lich begrenzt. Wäh­rend wir alle zusam­men jedoch wei­te­res Wachs­tum des Material- und Ener­gie­durch­sat­zes in unse­rer Gesell­schaft pro­vo­zie­ren, wird die Knapp­heit aber auch künst­lich erzeugt. Bei­spiele dafür gibt es zahl­reich, sei es im Bereich Grund und Boden, geis­ti­ges Eigen­tum (Patente), Inter­net­wirt­schaft. Auch das Geld in sei­ner momen­ta­nen Ver­fasst­heit gehört dazu. Wie könnte nun ein ande­res Zukunfts­bild des Wirt­schaf­tens aus­se­hen? Wel­che Bedeu­tung hat die eigene Denk-…

232951 © Maren Beßler / pixelio.de 1

Ruinöse Knappheit – Andreas Bangemann

Knapp­heit ist per Defi­ni­tion eine Vor­aus­set­zung des Wirt­schaf­tens. Ratio­na­li­tät bzw. Effi­zi­enz auch. Das besa­gen zumin­dest die ein­schlä­gi­gen Lexika und Enzy­klo­pä­dien. Ange­sichts einer mehr als 40 Jahre geführ­ten Dis­kus­sion über die Gren­zen des Wachs­tums wird der Knapp­heits­ge­danke vor allem in Bezug auf die natür­li­chen Res­sour­cen immer bedeut­sa­mer. Obwohl Exper­ten und jeder ein­zelne Mensch es bes­ser wis­sen, bzw. „füh­len“ ver­brau­chen wir in Win­des­eile, was die Natur in Jahr­mil­lio­nen erzeugte. Nach­hal­tig­keit gibt es als Bezeich­nung. Ein Gedan­ken­kon­strukt, das wir bis heute nicht befol­gen, weil wir mit der Art und Weise wirt­schaft­li­cher „Bedürf­nis­be­frie­di­gung“ dem »Raum­schiff Erde« die Schätze viel rascher ent­rei­ßen, als diese sie…

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Termine 01/2016

Die Ter­mine 01/2016 – – – BUND Biberach lädt ein vom 22. bis 24. Januar 2016 – Vor­träge und Work­shops mit Stef­fen Henke – – – Leip­zig, 6. Februar 2016 – Tages­spe­zi­als­e­mi­nar „Geld­schöp­fung“ mit Stef­fen Henke – – – Bad Boll, 13. bis 14. Februar 2016 – „Kul­tur, Staat und Wirt­schaft als Ent­fal­tungs­räume der Men­schen“ – Mit­wir­kende: Fritz And­res, Eck­hard Beh­rens u. a. – 73087 Bad Boll, Bad­straße 35 – http://www.sffo.de/

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Nachhaltig wirtschaften – gerecht teilen – Buchvorstellung

Eine fran­zis­ka­ni­sche Alter­na­tive zum Turbo-Kapitalismus, von Bru­der Ste­fan Feder­busch Ste­fan Feder­busch: „Nach­hal­tig wirt­schaf­ten – gerecht tei­len“ – Fran­zis­ka­ni­sche Akzente; Ver­lag: Ech­ter; 1. Auf­lage; 112 Sei­ten, gebun­den, € 9,90; ISBN 978–3–429–03782–6 Diese Wirt­schaft tötet“ – mit sei­ner pro­vo­kan­ten Fest­stel­lung bringt es Papst Fran­zis­kus auf den Punkt. Da mitt­ler­weile alle Berei­che unse­res Lebens öko­no­mi­schen Inter­es­sen unter­lie­gen, ist es ange­bracht, sich mit die­sem Sys­tem kri­tisch aus­ein­an­der­zu­set­zen. Bru­der Ste­fan Feder­busch tut dies aus fran­zis­ka­ni­scher Per­spek­tive. Er zeigt auf, dass die kapi­ta­lis­ti­schen Leit­mo­tive in kras­sem Wider­spruch zur bibli­schen Bot­schaft ste­hen. Und er zeigt, dass und wie ein an die­ser Bot­schaft ori­en­tier­ter Bewusst­seins­wan­del Grund­la­gen dafür schafft,…

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Leserbriefe 06/2015

Leser­briefe Ihre Mei­nung ist uns wich­tig! Sen­den Sie uns Ihre Fra­gen, Anre­gun­gen oder per­sön­li­chen Mei­nun­gen. Wir bemü­hen uns, so viele Leser­briefe unter­zu­brin­gen, wie mög­lich. Wenn wir Leser­briefe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­briefe geben nicht die Mei­nung der Redak­tion wie­der. Was kann diese Welt noch ret­ten? Eine Welt, die einer­seits so auf­ge­klärt und ver­netzt wie noch nie, aber ande­rer­seits durch mys­ti­sche Ver­schwö­rungs­theo­rien so belas­tet, sodass „GOTT MAMMON“ die Welt raub­tier­ka­pi­ta­lis­tisch knech­ten – und diese Unter­jo­chung als „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ abge­tan wer­den kann. Aber wie anders konnte es zur Finanz- und Wirt­schafts­krise und zum ver­arm­ten Europa kom­men? Wie anders…

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Virtuos oder dressiert – Wolfgang Berger

Vir­tuos oder dres­siert Weder Men­schen noch Unter­neh­men kön­nen gegen die Bio­lo­gie Erfolg haben Wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse dar­über, wie Men­schen funk­tio­nie­ren sind schon immer in der Füh­rungs­lehre berück­sich­tigt wor­den. Aktu­elle For­schungs­er­geb­nisse bie­ten uns aber Über­ra­schun­gen, die eini­ges über den Hau­fen wer­fen. Moti­va­tion von außen funk­tio­niert nicht. Anwei­sun­gen laden krea­tive Men­schen dazu ein, sie zu unter­lau­fen. Sogar Aner­ken­nung ist oft kon­tra­pro­duk­tiv. Erfolg­reich ist vor allem das intrin­si­sche Prin­zip: Moti­va­tion von innen, Eigen­an­trieb, Inter­esse, Neu­gier, Begeis­te­rung. Auch wir Men­schen bestehen aus leben­den Zel­len. Diese ken­nen nur zwei Modi: Schutz oder Ent­wick­lung. In bei­den zugleich kön­nen sie ebenso wenig sein, wie Sie auf der Straße…

Foto: Post © Pat Christ
Post © Pat Christ
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Allzu bequeme Ausflucht – Pat Christ

Allzu bequeme Aus­flucht Immer weni­ger Unter­neh­men rich­ten sich in Deutsch­land nach einem Tarif­ver­trag Ein Som­mer­tag im Juli 2005 in Würz­burg. Der Lan­des­ver­band Baye­ri­scher Spe­di­teure trifft sich zur Mit­glie­der­ver­samm­lung. Ein Haupt­punkt der Tages­ord­nung betrifft das Thema Tarif­bin­dung: Der Ver­band beschloss, ab sofort auch Unter­neh­men ohne Tarif­bin­dung (OT) auf­zu­neh­men. Die Ver­bands­mit­glie­der sol­len außer­dem die Mög­lich­keit bekom­men, aus dem Tarif­ver­trag aus­zu­stei­gen. Die ent­spre­chende Sat­zungs­än­de­rung wird ein­stim­mig beschlos­sen. Immer mehr Betriebe in den unter­schied­lichs­ten Bran­chen stie­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aus dem Tarif­ver­trag aus. Zu den häu­figs­ten Argu­men­ten zählt: „Stei­gen­der Wett­be­werbs­druck“. Die Unter­neh­men möch­ten die von den Ver­bän­den mit den Gewerk­schaf­ten aus­ge­han­del­ten Lohn­er­hö­hun­gen nicht…

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Wirtschaftsförderung 4.0 – Michael Kopatz

Wirt­schafts­för­de­rung 4.0 Koope­ra­tive Wirt­schafts­for­men in Kom­mu­nen Michael Kopatz Regio­nal­wäh­rung, Tausch­ringe und Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten bah­nen die Wege in eine nach­hal­tige Zukunft. Ihr wah­res Poten­zial in puncto Kli­ma­schutz, Res­sour­cen­scho­nung und lokale Wert­schöp­fung ent­fal­ten Pro­jekte koope­ra­ti­ven Wirt­schaf­tens aller­dings erst, wenn Kom­mu­nen sie sys­te­ma­tisch unter­stüt­zen. Moderne Ansätze der Gemein­woh­löko­no­mie gibt es schon seit Jah­ren. Viele Men­schen suchen nach Tätig­kei­ten, die vor Ort wirk­sam sind und einen unmit­tel­ba­ren Bezug zur eige­nen Lebens­welt haben. Regio­nal­geld, Tausch­ringe, Repair-Cafés, Tau­sch­lä­den, soziale Kauf­häu­ser, Leih­sys­teme, Stadt­gär­ten, soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft – das alles hat Kon­junk­tur und basiert zumeist auf ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment. Gezielte kom­mu­nale För­der­kon­zepte, etwa im Rah­men der Wirt­schafts­för­de­rung, gibt es hin­ge­gen nicht.…

Gleichgewicht? 0

Finanzausgleich und Grundsteuer – Dirk Löhr

Wann wächst zusam­men, was zusam­men­ge­hört? Im Blog­bei­trag vom 26. August (FINANZAUSGLEICHQUOD LICET IOVI, NON LICET BOVI) wurde die Belas­tung beschrie­ben, die gerade kreis­freie Städte und Stadt­staa­ten mit ihren zen­tral­ört­li­chen Funk­tio­nen zu tra­gen haben. Hier­mit sind hohe Infrastruktur-Fixkosten ver­bun­den, die aber der­zeit zu einem erheb­li­chen Teil als externe Effekte („Spill­overs“) v. a. den Kom­mu­nen im „Speck­gür­tel“ der gro­ßen Städte zugu­te­kom­men. Die Stadt­staa­ten und kreis­freien Städte haben zwar einen ent­spre­chend hohen Fix­kos­ten­ap­pa­rat aus den zen­tral­ört­li­chen Ein­rich­tun­gen am Bein, kön­nen die­sen aber nicht ange­mes­sen finan­zie­ren. Leis­tungs­an­ge­bot und Finanz­aus­stat­tung sind ent­kop­pelt. Die Folge ist eine ent­spre­chend hohe Ver­schul­dung. Abbil­dung 1 illus­triert exem­pla­risch die…