HUMANE WIRTSCHAFT ...mehr als eine Zeitschrift

Geld oder Leben 1

Geld oder Leben

Der Film „Geld oder Leben“ nähert sich einem bis­lang kaum beach­te­ten Zusam­men­hang – unser welt­weit herr­schen­des Finanz­sys­tem folgt Regeln, die in ihrer letz­ten Kon­se­quenz unser Leben  nega­tiv beein­flus­sen: sta­gnie­rende Lohn­ent­wick­lung, stei­gende Teue­rung der Lebens­grund­la­gen, Umver­tei­lung von Ver­mö­gen zuguns­ten der Besit­zen­den, Infla­tion, Defla­tion, Massen-Entlassungen, Ban­ken­plei­ten, Staats­bank­rotte, Natur­zer­stö­rung in wach­sen­dem Umfang und Hun­ger­ka­ta­stro­phen.     Der Film macht den Zusam­men­hang von expo­nen­ti­el­ler Zins­dy­na­mik und deren real­wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen klar ohne dabei in die Tiefe der Wis­sen­schaft ein­drin­gen zu wol­len und geht das Thema aus der Per­spek­tive des „Unwis­sen­den Nor­mal­bür­ger“ an. Im Grunde beschreibt er ein Aha-Erlebnis, das jeder nach­voll­zie­hen kann: Wenn bestimmte Miss­stände unse­rer Zeit…

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Termine 03/2016

Ter­mine der Aus­gabe 03/2016 Die Ter­mine 03/2016 – – – Lern­ort Wup­per­tal, 10. Mai 2016, 19:30 Uhr – – – „Das Ende des Kapi­ta­lis­mus“ – Öffent­li­cher Vor­trag – – – mit Jörg Gude in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte. – – – Infor­ma­tio­nen unter: http://lernort-wuppertal.de – – – – – – Wup­per­tal, 18. bis 20. Mai 2016 – – – „Sustainable Insights 2016 – Trans­for­ma­tion: Die Stadt im Wan­del” Unter ande­rem mit einem Bei­trag des Lern­ort Wup­per­tal zum Thema Regio­nal­wäh­rung. Infos und Anmel­dung unter: http://www.sustainable-insights.de s. a. S. 19 in die­ser Aus­gabe – – – Witten-Herdecke, 21. und 22. Mai 2016 – –…

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Leser­briefe 02/2016

Wenn wir Leser­briefe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­briefe geben nicht die Mei­nung der Redak­tion wie­der. — Eine Frage/Anregung, inspi­riert durch die DGB-Reichtumsuhr bspw: http://www.vermoegensteuerjetzt.de/reichtumsuhr/ — Die ein­zel­nen momen­ta­nen Werte machen nicht viel Sinn. Für mich inter­es­sant ist die zeit­li­che Ent­wick­lung über die Jahr­zehnte. Von Hel­mut Creutz gibt es die Ver­tei­lungs­gra­fik über die zehn Ver­mö­gens­grup­pen. Meine Vor­stel­lung wäre, über die Zeit und die Ver­tei­lung der Ver­mö­gens­grup­pen farb­lich auf der y-Achse zu unter­schie­den. Gibt es diese Gra­fik bereits? Ich habe lei­der nicht die Muße eine sol­che zu erstel­len. Es scheint mir eine bewußt­s­eins­er­hel­lende zu sein, da…

Christian Kreiß - Geplaner Verschleiß 0

Wer­den Ver­brau­cher hin­ters Licht geführt? – Andreas Ban­ge­mann

Der Begriff „geplante Obso­le­s­zenz“ bezeich­net eine vom Her­stel­ler nicht publi­zierte, aber geplante absicht­li­che Ver­rin­ge­rung der Lebens­dauer von Pro­duk­ten. (Quelle: Wiki­pe­dia) — Das Umwelt­bun­des­amt (UBA) ist in einer beim Öko­in­sti­tut e. V. und der Uni­ver­si­tät Bonn in Auf­trag gege­be­nen Stu­die dem Phä­no­men der auf­fal­len­den ver­kürz­ten Lebens­dauer von Elek­tro­ge­rä­ten nach­ge­gan­gen. — So wurde ermit­telt, dass sich zwi­schen 2004 und 2013 die Zahl der Haus­halts­groß­ge­räte, die inner­halb von 5 Jah­ren durch neue ersetzt wer­den muss­ten, mehr als ver­dop­pelt hat. Der Anteil wuchs von 3,5 % (2004) auf 8,3 % (2013). Eine Ver­brau­cher­be­fra­gung ergab zudem, dass mehr als 30 % der Kon­su­men­ten mit der Lebens­dauer der Geräte unzu­frie­den sind. —…

Die Welt verstehen
Foto: © Pat Christ
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Frag­wür­dig, falsch, mani­pu­liert – Pat Christ

Kapi­ta­lis­ti­sche Prin­zi­pien unter­gra­ben das Ver­trauen in wis­sen­schaft­li­che Stu­dien — Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker sind nicht gerade zu benei­den. Haben sie doch dau­ernd über Pro­bleme zu ent­schei­den, die meist so kom­plex sind, dass ein Laie schwer durch­bli­cken kann, wo denn nun die „Wahr­heit“ liegt. In Podi­ums­dis­kus­sio­nen haben sie eine Mei­nung zu eben jenem kom­ple­xen Thema zu ver­tre­ten. Wor­auf sich beru­fen? Am bes­ten auf eine Stu­die! Denn was irgendwo eine Wis­sen­schaft­le­rin oder ein Wis­sen­schaft­ler zu Papier gebracht hat, daran ist nicht zu rüt­teln. — Die Qua­li­tät der Stu­die, auf die man sich so gern stützt, kann in der Regel aller­dings ebenso wenig bewer­tet…

Jeremy Rifkin: Access. Das Verschwinden des Eigentums. Warum wir weniger besitzen und mehr ausgeben werden. Campus-Verlag, Frankfurt/New York 2000 0

Mit dem Ver­schwin­den des Eigen­tums ver­schwin­det nicht der Pro­fit – Ste­fan Pad­berg

Jeremy Rif­kin hatte in sei­nem im Jahr 2000 erschie­nen Buch „Access“ die These vom „Ver­schwin­den des Eigen­tums“ im Kapi­ta­lis­mus des 21. Jahr­hun­derts auf­ge­stellt. „Der Markt als Grund­lage des neu­zeit­li­chen Lebens befin­det sich heute in Auf­lö­sung. Im kom­men­den Zeit­al­ter tre­ten Netz­werke an die Stelle der Märkte, und aus dem Stre­ben nach Eigen­tum wird das Stre­ben nach Zugang (access), nach Zugriff auf das, was diese Netz­werke zu bie­ten haben. Unter­neh­mer und Ver­brau­cher machen erste Schritte, den zen­tra­len Mecha­nis­mus des neu­zeit­li­chen Wirt­schafts­le­bens aus­zu­he­beln – den Tausch von Eigen­tum zwi­schen Ver­käu­fern und Käu­fern auf Märk­ten.“ Das klas­si­sche Pri­vat­ei­gen­tum werde zuneh­mend ersetzt durch Abon­ne­ments, Mit­glied­schaf­ten…

Wecker mit 2-Euro-Münze 0

Zeit ist Geld? – Inge­borg Woitsch

Ein Reich­tum des Men­schen ist seine Zeit! Kann Zeit ge- oder ver­kauft wer­den? Sie wird es täg­lich – gegen einen Stun­den­lohn von min­des­tens 8,50 Euro. Mar­tin Win­ter­korn, bis vor Kur­zem best­be­zahl­tes­ter Mana­ger der Volks­wa­gen AG, ver­diente um die 8.000 Euro in der Stunde. Eine mär­chen­hafte Summe! – Ken­nen Sie aus Michael Endes Märchenroman „Momo“ die Zeit­diebe und deren Parole „Zeit ist Geld“? Heute leben wir danach. Und es scheint, dass wir uns, oft ohne es zu mer­ken, dadurch das Wert­vollste steh­len las­sen. — Spa­ren für das „rich­tige Leben“: Jetzt, wäh­rend ich die­sen Arti­kel schreibe – natür­lich unter Zeit­druck, denn es…

Helmut Creutz 2013
Foto: Privat
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Ver­mö­gens­kon­zen­tra­tion – Wel­che Rolle spie­len die Geschäfts­ban­ken? – Hel­mut Creutz

Frosti gegen das alte Geld“ — Unter die­sem Titel erschien am 22. Okto­ber 2015 in der Tages­zei­tung „Die Zeit“ ein über zwei Sei­ten ver­teil­ter Arti­kel von Mark Schie­ritz. Darin hieß es u. a.: — „Ein islän­di­scher Poli­ti­ker will den Ban­ken die Macht über die Wäh­rung neh­men – und fin­det Fans in der gan­zen Welt“. – — Und bei die­sem islän­di­schen Poli­ti­ker han­delt es sich um „Frosti Sigur­jons­son“, einem „erfolg­rei­chen Unter­neh­mer und Abge­ord­ne­ten im Par­la­ment“, der „gewis­ser­ma­ßen das Fun­da­ment weg­spren­gen (will), auf dem das west­li­che Wirt­schafts­sys­tem ruht.“ Und wei­ter schreibt Mark Schie­ritz: „für Frosti ist die Welt aus den Fugen gera­ten, weil die Kon­trolle über…

Wilhelm Schmülling
Foto: Privat
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Ver­wir­rung bei Poli­ti­kern und Bür­gern – Ein Kom­men­tar von Wil­helm Schmül­ling

Wer die Aktua­li­tät der Über­schrift bezwei­felt, braucht nur „Hart aber Fair“ am 15. 2. 2016 und die danach aus­ge­strahl­ten Nach­rich­ten im 1. Pro­gramm auf­zu­ru­fen, schon ist die These von der Ver­wir­rung bestä­tigt. Oder: Im TAGESSPIEGEL CHECKPOINT vom 16. Februar 2016 bemerkt Lorenz Maroldt, dass sich „in der Koali­tion zuneh­mend Ori­en­tie­rungs­schwie­rig­kei­ten bemerk­bar machen“, um dann auf einen Geset­zes­än­de­rungs­an­trag hin­zu­wei­sen, dem die CDU zuge­stimmt und kurz dar­auf als falsch bezeich­net hatte. Also: Ver­wir­rung pur. — Kein Wun­der, wenn auch die Bür­ger durch das Geran­gel der Poli­ti­ker um den rich­ti­gen Weg immer unsi­che­rer und poli­tik­ver­dros­se­ner wer­den. Des­halb war­tete man mit Span­nung auf Kanz­le­rin Mer­kels…

Wochenendveranstaltung
Redaktion
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Von der Knapp­heit in die Fülle – Hol­ger Kreft

Ein ande­res Zukunfts­bild des Wirt­schaf­tens — Der erste Fach­work­shop des Lern­or­tes Wup­per­tal, vom 19. bis 21. Februar 2016 —  Eine Reise nach Jeru­sa­lem — Fünf Stühle und sechs Per­so­nen. Je nach Tem­pe­ra­ment schrei­ten, tän­zeln oder mar­schie­ren die „Rei­sen­den“ zu den Klän­gen von Pink Floyds „Money“ um die Stühle herum. Nach jeder Musik­se­quenz schei­det eine Per­son aus. Jedes Mal nimmt die Spiel­füh­re­rin einen wei­te­ren Stuhl aus dem Spiel und hor­tet ihn am Rande des Spiel­fel­des. Am Ende bleibt ein Teil­neh­mer übrig, der sich und seine schein­bare Über­le­gen­heit sie­ges­trun­ken fei­ert. Die Spiel­ma­che­rin gra­tu­liert ihm kühl und über­reicht ihm eine Aus­zeich­nung, die ihm signa­li­siert:…

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Wun­der von Paris? – Elmar Klink

Kur­zes Antiklimakonferenz-Dossier (auch ein Mani­fest) — Zuerst möchte ich eine kleine Geschichte erzäh­len. Es gibt einen ent­zü­cken­den, berüh­ren­den Film “Das Wun­der von Mai­land” von Vit­to­rio de Sica aus dem Jahr 1951. —  Darin geht es wie der Titel sagt um Wun­der, …die ein nai­ver, gut gläu­bi­ger jun­ger Mann namens Toto mit­hilfe einer magi­schen Taube aus dem Jen­seits (geschickt von sei­ner ver­stor­be­nen Pfle­ge­mut­ter) gegen den gött­li­chen Wil­len voll­bringt. Selbst­ver­ständ­lich ist das Milieu ein armes, um nicht zu sagen ganz erbärm­li­ches, in einer Obdach­lo­sen­be­hau­sung aus Wellblech- und Bret­ter­bu­den am Stadt­rand von Mai­land. Als dort Erdöl gefun­den wird und geför­dert wer­den soll, soll das Slum­quar­tier…

Foto pc: Kinder dieser Erde
Foto: © Pat Christ
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Igno­rierte Weis­heits­schätze – Pat Christ

Die­ter Fauth ver­legt Auf­sätze, Berichte und Vor­träge von Roland Geit­mann — Im 2. Buch Mose fin­det sich nicht nur das Ver­bot, Wit­wen und Wai­sen zu bedrü­cken. Als ein­zi­ger anti­ker Gesetz­ge­ber unter­sagt Mose auch aus­drück­lich, Dar­le­hens­zin­sen zu neh­men. Wört­lich heißt es: „Wenn du Sil­ber leihst einem aus mei­nem Volke, dem Armen neben dir, sei gegen ihn nicht wie ein Schuld­herr; legt ihm nicht Zins auf.“ Sol­che Pas­sa­gen rücken für Roland Geit­mann das Juden­tum mit sei­ner die Mose-Bücher umfas­sen­den Thora nahe an die Natür­li­che Wirt­schafts­ord­nung. — Alle Reli­gio­nen geben wich­tige Impulse für eine gerechte Wirt­schafts­ord­nung, war Roland Geit­mann über­zeugt. In zahl­rei­chen Vor­trä­gen…

Buchcover R. Geitmann 0

Buchvorstellungen – Loske und Geitmann

Rein­hard Loske: Poli­tik der Zukunfts­fä­hig­keit – Kon­tu­ren einer Nach­hal­tig­keits­wende zu bezie­hen unter: http://www.fischerverlage.de/buch/politik_der_zukunftsfaehigkeit/9783596032211/ — Inhalt: Was bedeu­tet Nach­hal­tig­keit in der Pra­xis und wie ver­än­dert sie unsere Gesell­schaft? — Es wird viel gere­det vom Ende des gren­zen­lo­sen Wachs­tums, von der drin­gend gebo­te­nen Befrei­ung vom Wohl­stands­bal­last, von einer Poli­tik der Nach­hal­tig­keit. Doch was heißt das für die Pra­xis? — Der ehe­ma­lige Poli­ti­ker und Volks­wirt­schaft­ler Rein­hard Loske ver­fügt über das theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Wis­sen, um Anre­gun­gen zu geben für ein neues Den­ken, das sich dem Nach­hal­tig­keits­ideal ver­pflich­tet fühlt und poli­tisch tat­säch­lich umge­setzt wer­den kann. Er bespricht anschau­lich, wel­che poli­ti­schen Refor­men not­wen­dig sind. Als…

Wert d. Euro-Noten 0

Ist Bares Wah­res oder war es das mit Barem? – Andreas Ban­ge­mann

Bar­geld und nega­tive Zin­sen – Zusam­men­hänge, Fak­ten und Lösun­gen — Öko­nom Ken­neth Rog­off hei­zen die Dis­kus­sion zur kom­plet­ten Abschaf­fung von Bar­geld an. Für Deutsch­land sei das völ­lig aus­ge­schlos­sen, heißt es hin­ge­gen aus dem Finanz­mi­nis­te­rium. Noch laut­star­ker ist der Wider­spruch aus der Deut­schen Bun­des­bank. — Aus dem Haus des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ters Wolf­gang Schäuble erwägt man den­noch, Bargeld-zahlungen ab einer Höhe von 5.000,– € zu ver­bie­ten. Vom Rat der EZB wird der mehr­heit­li­che Wille laut, die 500-Euro-Noten abzu­schaf­fen. Und über allem schwe­ben die nega­ti­ven Zin­sen, die mitt­ler­weile welt­weit zu einer dau­er­haf­ten Gewiss­heit wer­den. Zeit für eine unauf­ge­regte Samm­lung der Fak­ten. — Andreas Höfert, 2015…

Foto: Hoffnungsschimmer (CC BY 2.0) 0

Sharing Economy – Reinhard Loske

Bike oder Ride Sharing, Couchsur­fing oder Klei­der­tausch, Urban Gar­de­ning oder Food Sharing, Crowd­fun­ding oder Office Sharing, Cowor­king oder freie Soft­ware – in all die­sen Seg­men­ten der Sharing Eco­nomy erle­ben wir momen­tan welt­weit ein enor­mes Wachs­tum, ins­be­son­dere in Nord­ame­rika, Europa und Aus­tra­lien, zuneh­mend aber auch in Asien. Hin­ter die­ser Ent­wick­lung lie­gen ver­schie­denste Motive, vom gestie­ge­nen Umwelt- und Kos­ten­be­wusst­sein bis zur neuen Freude am gemein­sa­men Wir­ken. – Zwei Fak­to­ren für diese Ent­wick­lung sind von her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung: zum einen die sich vor allem bei jun­gen Men­schen durch­set­zende Gewiss­heit, dass Nut­zen (kön­nen) wich­ti­ger ist als Besit­zen (müs­sen), um Zugang zu Gütern, Leis­tun­gen und Wis­sen…

Silvio Gesell 1895
Silvio Gesell (1895) - Abb. gemeinfrei
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Das Freigeld nach Silvio Gesell – 100 Jahre Natürliche Wirtschaftsordnung

Das Geld ist Tausch­mit­tel, nichts Ande­res. Es soll den Aus­tausch der Waren erleich­tern, die Schwie­rig­kei­ten des Tausch­han­dels umge­hen. Der Tausch­han­del war unsi­cher, schwer­fäl­lig, kost­spie­lig und ver­sagte wohl auch oft; das Geld, das ihn ablö­sen soll, muss darum den Aus­tausch der Waren sichern, beschleu­ni­gen, ver­bil­li­gen. – Das ist es, was wir vom Geld for­dern. Den Grad der Sicher­heit, Schnel­lig­keit und Bil­lig­keit, womit die Waren aus­ge­tauscht wer­den, bil­det den Prüf­stein für die Brauch­bar­keit des Gel­des. Wenn wir noch neben­bei for­dern, dass uns das Geld durch kör­per­li­che Eigen­schaf­ten mög­lichst wenig beläs­tige, so ist das eine For­de­rung, die ent­schie­den erst dann in Betracht kommt,…

Andreas Bangemann © Martin Bangemann 0

Zwei Geschichten über Bargeld – Editorial

Die erste Reise ohne meine Eltern führte mich 1972 im Alter von 15 Jah­ren nach Frank­reich. Zusam­men mit eini­gen Freun­den ging es auf aben­teu­er­li­che Fahrt über fast 1.000 Kilo­me­ter mit dem Mofa. Diese Zwei­rä­der hat­ten eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 25 km/h. Auf der Hin­fahrt über­quer­ten wir die Alpen und an man­chen Anstie­gen kam es mir so vor, als könnte ich zu Fuß gehend rascher vor­an­kom­men. Die 1,5 PS der Kreid­ler MF-2 waren nur auf der Ebene oder bergab dazu geeig­net, die lange Mähne, die man in den 70ern zu haben pflegte, im „Easy-Rider-Stil“ im Wind wehen zu las­sen. Wie nicht anders…

Pause © Woyzeck / pixelio.de 0

Cookies

Liebe Besu­cher, ja, auch die Web­seite unse­rer Zeit­schrift ver­wen­det teil­weise Coo­kies. Diese klei­nen Text­da­teien wer­den auto­ma­tisch auf dem Rech­ner des Besu­chers abge­legt. Die meis­ten der von uns ver­wen­de­ten Coo­kies sind so genannte „Session-Cookies“ und wer­den nach Ende des Auf­rufs unse­res Inter­net­an­ge­bots auto­ma­tisch von Ihrem Rech­ner gelöscht. Selbst­ver­ständ­lich kann das Inter­net­an­ge­bot der Zeit­schrift auch ohne diese „Kekse“ (Coo­kies) betrach­tet wer­den, jedoch wird dadurch der Funk­ti­ons­um­fang ein­ge­schränkt. Zum Bei­spiel wird die Suche in PDF-Dateien (also fast unse­rem gesam­ten Zeit­schrif­ten­ar­chiv) unmög­lich. Wer diese Funk­tio­nen jedoch nicht benö­tigt, kann natür­lich das Spei­chern von Coo­kies ver­hin­dern. Dazu müs­sen in den Browser-Einstellungen im Abschnitt Sicher­heit unter…

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Die Welt aus den Fugen?

Kli­ma­ka­ta­stro­phe – Flücht­lings­elend – Kriege über­all Drei Tagun­gen des Semi­nars für frei­heit­li­che Ord­nung in Bad Boll In letz­ter Zeit hat es die Mensch­heit in stei­gen­dem Maße mit Pro­ble­men zu tun, die den Rah­men ein­zel­staat­li­cher Lösungs­mög­lich­kei­ten weit über­stei­gen: her­vor­ge­ho­ben seien das immer drän­gen­der wer­dende Kli­ma­pro­blem, das die Erde als ganze und die ganze Mensch­heit betrifft die Kriege, die große Teile der Erde dau­er­haft mit Gewalt über­zie­hen und zwangs­läu­fig und nicht erst als Stell­ver­tre­ter­kriege den Rah­men ein­zel­staat­li­cher Lösun­gen spren­gen, und die von Umwelt­pro­ble­men und Krie­gen her­vor­ge­ru­fe­nen Flücht­lings­ströme, die sowohl im Ver­hält­nis der auf­neh­men­den Staa­ten zuein­an­der als auch im Ver­hält­nis der Flücht­linge zu den Ansäs­si­gen Pro­bleme auf­wer­fen,…

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Termine 02/2016

Aktu­elle Ter­mine aus der bald erschei­nen­dend Aus­gabe 02/2016 Die Ter­mine 02/2016 – – – Homburg-Erbach, 4. und 5. März 2016 — Vor­trag und Work­shops mit Stef­fen Henke — Ver­an­stal­ter: „Egal war Ges­tern e. V.“ — Alle Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung unter: http://www.egal-war-gestern.de oder http://neuesgeld.net – – – Fuldatal-Simmershausen, 12. bis 13. März 2016 — „57. Mün­de­ner Gesprä­che” – Quo Vadis, Europa? u. a. mit Jörg Gude, Elke Schenk, Wer­ner Onken, Prof. Dr. Helge Peu­kert, Dr. Max Danz­mann, Eck­hard Beh­rens. Infos und Anmel­dung unter: http://www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de/de/muendener-gespraeche.html – – – Bad Boll, 9. bis 10. April 2016 und wei­tere Tagun­gen — „Kli­ma­po­li­tik und inter­na­tio­nale…

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Leser­briefe 01/2016

Wenn wir Leser­briefe kür­zen, dann so, dass das Anlie­gen der Schrei­ben­den gewahrt bleibt. Leser­briefe geben nicht die Mei­nung der Redak­tion wie­der. — Ohne Zin­sen — Das ein­zige, was die Mensch­heit wirk­lich braucht, ist ein Geld­sys­tem, das ohne Zin­sen funk­tio­niert. — Peter de Baer — — Jah­res­feier 2015 — Das war wie­der eine wun­der­bare Jah­res­ta­gung. Die The­men­aus­wahl hat mir gut gefal­len – viel­leicht war es ins­ge­samt nicht so span­nend wie im letz­ten Jahr. — Dafür war das Net­wor­king fas­zi­nie­rend. Beim Work­shop zur Geld­schöp­fung konn­ten auch drei Ban­ker an einem Tisch letzt­lich weder Geld­schöp­fung noch Min­dest­re­serve abschlie­ßend klä­ren. — Den­noch Erkennt­nis­ge­winn: Es gibt eben ver­schie­dene Buchungs­me­tho­den…

Was fehlt, wenn alles da ist? 0

Was fehlt, wenn alles da ist? – Buch­be­spre­chung von Hin­rich Ruy­ter

Warum das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men die rich­ti­gen Fra­gen stellt. — Buch­be­spre­chung von Hin­rich Ruy­ter — Ton­nen­weise gol­de­nes, ech­tes Geld fließt von einem Kip­per auf den Platz vor dem Ber­ner Bun­des­haus, bis­her nur auf dem Buch­co­ver. Das im Okto­ber 2015 erschie­nene Buch „Was fehlt, wenn alles da ist?“ bringt die zum Teil kon­tro­verse Dis­kus­sion um das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men wie­der ein gutes Stück voran. Daniel Häni und Phi­lip Kovce trei­ben mit ihren Fra­gen den Leser in die Tiefe des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens, weg von den ober­fläch­li­chen bekann­ten Stand­punk­ten. Schon der Titel ver­spricht ein bele­ben­des Ver­gnü­gen; man hört förm­lich den Bern-Baseler Dia­lekt her­aus. In den…

Kurznachrichten 0

Kurz­nach­rich­ten 01/2016 – Inter­es­san­tes

Die Redak­tion des Web­logs postwachstum.de mel­det: —- Nach den Kon­fe­ren­zen in Paris, Bar­ce­lona, Vene­dig und Leip­zig fin­det vom 30. August bis 3. Sep­tem­ber 2016 die bereits fünfte Inter­na­tio­nale Degrowth Kon­fe­renz unter dem Motto „Wal­king the mea­ningful great trans­for­ma­ti­ons“ in Buda­pest statt. Hier soll ins­be­son­dere an die The­men ange­knüpft wer­den, die sich auf der letz­ten Kon­fe­renz 2014 erge­ben haben. Die erkann­ten Her­aus­for­de­run­gen sol­len wei­ter theo­re­tisch behan­delt wer­den und neue prak­ti­sche Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den. Die Trans­for­ma­tion hin zu einer Post­wachs­tums­ge­sell­schaft soll dabei spe­zi­ell im real­po­li­ti­schen und –öko­no­mi­schen Kon­text von Zentral- und Ost­eu­ropa im 21. Jahr­hun­dert dis­ku­tiert wer­den. —- Die Orga­ni­sa­tion läuft auf…

http://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/kritik-an-sparte-7-des-staatstheaters-offener-brief-kritisiert-programm-des-staatstheaters_a_6,0,244785282.html 0

Das geht zu weit – Andreas Ban­ge­mann

Olden­bur­ger Staats­thea­ter – Kri­tik an expe­ri­men­tier­freu­di­gem „Welt­ret­tungs­pro­gramm“ — Wie „men­schen­ver­ach­tend“ sind die Anhän­ger Sil­vio Gesells? — Die „Sparte 7“ des Olden­bur­gi­schen Staats­thea­ters ver­schreibt sich nach eige­nem Bekun­den „dem Ideal einer Demo­kra­ti­sie­rung des Thea­ters“. Gren­zen zwi­schen den ein­zel­nen Thea­ter­dis­zi­pli­nen sol­len ebenso über­wun­den wer­den, wie zwi­schen den Men­schen auf, vor und hin­ter der Bühne. Für ein sol­ches Ansin­nen würde man vor allem Lob erwar­ten, doch das aktu­elle Pro­gramm „Post­kol­laps – Gemein­sam weni­ger errei­chen“ bringt elf Thea­ter­gän­ger auf die Bar­ri­ka­den. — Zitat aus der Pro­gramm­be­schrei­bung: „Unter die­sem The­men­schwer­punkt wol­len wir uns auf die Suche nach Alter­na­ti­ven zur Logik des per­ma­nen­ten Wachs­tums bege­ben. Denn dass…